Frauenquote in Unternehmen

Die Telekom hat vor ein paar Tagen eine Frauenquote in der Führungsriege eingeführt. Das bedeutet, dass ein bestimmter Anteil der oberen Belegschaft weiblich sein muss. Wenn also eine weibliche Mitarbeiterin das Unternehmen verlässt muss wieder eine Frau die Stelle besetzen um die Quote zu halten. Und genau das ist in meinen Augen das Problem. Wenn es auf diese Stelle keine guten weibliche Bewerberinnen gibt, muss man sie wegen der Quote mit schlechter qualifizierteren Kräften besetzen. Das hat zur Folge dass es ein Leistungs- und/oder Kompetenzgefälle geben kann.

Ich finde es gut wenn in einem Unzernehmen gleich viele Frauen wie Männer arbeiten. Aber nur wenn sich dies so frei entwickelt und nicht durch einen selbst auferlegten Zwang herbei geführt wird.

Man sollte einfach den Bewerber auswählen der einem am besten zusagt, ganz unabhängig vom Geschlecht.

Anstatt einer solchen Quotenlösung sollte man lieber im Bildungssystem Schauen wie man für Frauen Anreize schaffen kann um sie auch zu höheren Positionen zu bewegen.

Jedoch glaube ich eh, dass es ein völliges Gleichgewicht nie geben wird. Denn wenn man eine Führungsposition inne hat, hat man wenig Zeit. Somit bleibt auch kaum Zeit für Kinder. Und es ist nunmal biologisch so, dass Frauen beim Kinderkriegen mehr eingespannt sind als Männer. ;-) Natürlich gibt es heutzutage Mutterschaftsschutz und solche Dinge, trotzdem denke ich dass man in einem solchen Job ganz schön aus der Bahn geworfen wird, wenn man auch nur einige Monate weg ist.

Mac Developer Programm für $99

Soeben war der Apple Developer Bereich einige Stunden offline. Jetzt ist nichts mehr wie vorher, die WWDC wird überlaufen sein, genau so wie die Fileserver voll von illegalen Mac OS Developer Seeds sein werden. Das Mac Developer Program kostet nchct mehr mehrere hundert Dollar, sondern nur noch $99 – wie das iPhone Developer Program.

Das ist schon ein krasser Schritt. ich wollte immer in das Developer Program, war auch einige Zeit als Student dort registriert, aber die volle Mitgliedschaft konnte ich mir nie leisten. Jetzt wird es um ein Vielfaches mehr registrierte Entwickler geben. So spekuliert 9 to 5 mac nicht ganz weltfremd über eine Art App Store für den Mac.

Es wäre schon praktisch seine ganze Software über eine zentrale Stelle immer aktuell halten zu können. Die Viren-Thematik ist auf dem Mac zwar (immer) noch kein Thema, aber dadurch wäre man auch größtenteils davor gefeit. Jedoch wäre es um ein vielfaches schlimmer als auf dem iPhone wenn dieser Store die selben Probleme hätte wie auf dem iPhone. Es wäre fatal wenn man auf eine Aktualisierung Tage, Wochen oder gar Monate warten müsste weil sie im Überprüfungsprozess von Apple stecken bleibt. Beim iPhone geht es zum Großteil um relativ billige Apps. Man stelle sich vor was es für Adobe bedeuten würde wenn die Creative Suite 5 drei Monate nicht zugelassen würde. Das wäre vermutlich dann das letzte Programm was Adobe für den Mac entwickeln würde. Darum bedarf das Konzept des App Stores vor einer Adaption für den Mac noch einer stattlichen Überarbeitung.

Ich frage mich auch was Apple nun an der WWDC 2010 machen will? Weniger Leute zulassen? Dann sind noch mehr Entwickler die zuhause bleiben müssen sauer auf Apple, als es in den Jahren zuvor schon der Fall war. Eine größere Location mieten? Wohl eher … ich bin gespannt. Ich denke auf jeden Fall, dass diese Preissenkung alleine eine merkliche Bewegung in die Mac-Entwickler-Szene bringen wird.

Einen Wehmutstropfen gibt es aber: Es gibt keine Hardware-Rabatte mehr. Früher bekam man als Entwickler eine zweistellige Prozentzahl Rabatt auf Apple-Hardware. Das fällt jetzt wohl leider weg. Schade ist das, wird aber wohl durch den um ein vielfaches günstigeren Preis adäquat ausgeglichen.

Wenn zwei sich Streiten hat der Dritte das Nachsehen

Momentan wartet die geballte Apple-Welt auf die neuen Apple MacBooks. Doch sie wollen einfach nicht eintreffen. Jetzt wurde bekannt dass es vermutlich daran liegt, dass Nividia für die aktuelle iX-Prozessorgeneration von Intel keine Chipsets herstellen darf. Somit kann es keine MacBooks mehr geben die einen on-board Grafikchip von Nvidia nutzen. Zumindest wenn die CPU ein iX sein soll. Die on-board Grafik kann nur noch von Intel selbst kommen. Jedoch sind die Intel on-board-Chips einerseits (leicht) langsamer als die 9400M – und die ist 1,5 Jahre alt – außerdem kann bei einem Intel-Chipset eine zusätzliche extra (dezidierte) Grafikkarte nicht zum Stromsparen abgeschaltet werden.

Daraus ergeben sich zwei Probleme für Apple:

  1. In den kleinen Notebooks würde man wenn man z.B. einen i3 verbauen wollte auf der Grafikleistung von vor 1,5 Jahren verharren. Oder man muss zusätzlich eine dezidierte Grafikkarte einbauen, was aber den Preis in die Höhe Treibt, mehr Platz und Kühlung benötigt und die Akkuleistung drückt.
  2. Bei den größeren Books könnte man die dezidierte Grafikkarte nicht wie bisher abschalten somit würde die Akkuleistung vermutlich auch spührbar fallen.

Andere Hersteller haben diese Probleme nicht so auffällig. Die haben meistens eine breitere Produktpalette als Apple und sind dadurch etwas flexibler.

Ich hoffe das war verständlich! Ich möchte nochmal festhalten, dass Apple sich nicht etwa doofer anstellt, als andere Notebookhersteller. Das was die können, könnte Apple auch herstellen. Aber die möchten halt ihre Speziallösungen beibehalten weil alles andere ein Rückschritt wäre den die allermeisten auch irgendwie bemerken würden.

Übrigens denke ich dass am Ende dieses Krampfes eine gute Lösung rauskommen wird. Jedoch braucht es jetzt seine Zeit bis diese Lösung reift. Selbst mit einem riesigen Kapital wie es Apple gerade hat kann man nicht einfach mal kurz nen neuen Chip aus dem Boden stampfen oder nen Quasi-Monopolisten besänftigen. Ich denke die kommende MacBook-generation wird vielleicht etwas komisch werden von der Ausstattung her. Aber bis zur nächsten hat Apple das irgendwie in den Griff bekommen!

More Games for Mac

Ein nicht von der Hand zu weisender Nachteil eines Macs ist nicht Vorhandene Vielfalt an Computerspielen. Viele, viele Spiele laufen auf dem Mac nicht. Wenn überhaupt gab es Monate nach der Veröffentlichung für Windows und/oder diverse Konsolen eine Portierung für OS X die mehr schlecht als recht war. Die einzige Spieleschmiede die schon immer zeitgleich zum Windows Verkaufsstart eines Spiels auch eine Mac-Version herausgebracht hat ist und bleibt Blizzard. Aber vielleicht gibt es jetzt Licht am Ende des Tunnels…

In einer Version von Valves Spieledistributionsplatform Steam sind letzte Woche Mac OS X Bedienelemente gesichtet worden. Und heute sind diversen Mac-News-Portalen Teaser Bilder von Valve zugeschickt worden. Das bedeutet wohl, dass es Steam und zumindest einige Spiele von Valve wie Half-Life oder Counterstrike bald auch für den Mac geben wird. Noch spannender ist diese ganze Aktion, wenn man bedenkt, dass auf Steam nicht nur Spiele von Valve, sondern auch von immer mehr anderen Herstellern erhältlich sind. Zum Beispiel gibt es dort auch “GTA IV” und “Need for Speed: Shift” zu kaufen. Es besteht also die Hoffnung dass auch weitere Hersteller durch den somit bald vorhandenen Vertriebskanal auf die Idee kommen ihre Spiele künftig auch für den mac zu programmieren. Gerade bei Electronic Arts und Rockstar Games würde ich das sehr befürworten!

Abgesehen von dieser tollen Neuigkeit finde ich die Art wie die Teaser-Bilder auf Apple anspielen großartig. Erstens sind alle nicht wirklich eindeutig, zweitens habe alle abgerundete Ecken und zeigen durch Punkte darunter – wie beim Springboard des iPhones – an dass es noch mehr gibt. Außerdem spielen viele auf eine (ehemalige) Werbekampagne von Apple an.

"hello. Steam" via Rock, Paper, Shotgun

Die Zeichen stehen also gut für Mac-Gamer. Genau der richtige Zeitpunkt um sich einen leistungsfähigen Mac zuzulegen! :-)