Was ist die iCloud?

Heute hat Apple nicht nur bekannt gegeben, dass dir übliche Keynote zum Start der WWDC Steve Jobs halten wird, sondern auch dass ein neuer Service namens iCloud präsentiert wird. In der Pressemeldung ist von “cloud services offering” die Rede. Aber was kann man sich darunter vorstellen?

Schon im Dezember 2009 hat Apple den Musikdienst Lala aufgekauft. Lala bot seinen Mitgliedern die Möglichkeit die eigene Musiksammlung auf die Lala-Server hochzuladen um sie über das mobile Internet überall abspielen zu können. Seither hat sich mit iTunes diesbezüglich nichts getan. Es verlor etwas an Farbe und die CD im Icon und Lala stellte seinen Dienst ein. Derweil zog Apple ein riesiges Datencenter in North Carolina hoch, welches seit Ende letzten Jahres fertig sein dürfte. Auf jeden Fall steht es jetzt bereit um genutzt zu werden.

Ende März diesen Jahres stellte Amazon sein Cloud Drive und Cloud Player vor. Dort hat man 5 GB kostenlosen Wolken-Speicherplatz. Da kann man seine eigene Musik hochladen. Alles was man bei Amazon online kauft nimmt keinen Platz weg. Wenn man trotzdem mehr als 5 GB braucht kostet das. Erst vor knapp drei Wochen zog Google nach mit Music Beta. Dort kann man 20.000 Songs hochladen und diese im Browser oder über eine Android App abspielen.

Diese Vorgeschichte zum Thema “Musik in der Cloud” kann man als Zusage nehmen, dass Apples iCloud auch dies irgendwie anbieten wird. Nur wie? Den Ansatz von Amazon finde ich ganz gut. Das was man schon besitzt kostet, alles was man zusätzlich über den angeschlossenen Shop kauft verbraucht keinen Platz. Ich denke sowas ähnliches wird auch Apple anbieten. Aber vielleicht ohne kostenloses Modell. Allerdings bin ich mir sicher, dass der Service von Anfang an gut in iTunes und iOS eingebunden sein wird. Das hören über den Browser wird wegfallen, denke ich.

Was aber wird iCloud noch beinhalten? Es gibt da noch eine Baustelle von Apple die man mal angehen könnte. Zum Einen wäre da iWork.com. Das wurde zusammen mit dem letzten großen iWork-Update Anfang 2009 als beta vorgestellt. Seither hat sich weder an iWork.com noch an den Desktop-Apps was getan. Nur die iOS Geräte wurden mit Pages, Keynote und Numbers versorgt. Zuletzt heute mit iWork fürs iPhone. Ich denke Apple wird iWork.com überarbeiten und zu einem Teil der iCloud machen. Vielleicht wird es sogar möglich sein die Dateien direkt online im browser zu bearbeiten – ähnlich wie bei Google Docs. Aber das halte ich für unwahrscheinlich. Apple setzt da eher auf Apps auf den jeweiligen Geräten.

Apropos Apps… ich weiß nicht ob ich hoffen soll, dass iCloud auch so ähnlich wie Dropbox funktioniert. Es wäre schon schön wenn man als iOS- bzw. Mac-Developer schön mit den eingebauten APIs seine Daten und Einstellungen über iCloud synchronisieren könnte. Andererseits würde das, wenn es gut funktioniert, das sympathische Dropbox überflüssig machen.

Das wirds wohl gewesen sein an neuen Features. Ich denke die iCloud wird zum speichern von Daten da sein, wobei der Fokus sicher auf der Musik liegen wird. Das heißt WebApps werden weiterhin MobileMe unsterstellt sein. Aber was passiert zum Beispiel mit der iDisk? Eigentlich ist diese wie dafür geschaffen mit iWork.com zur iCloud zu verschmelzen. Hat ja auch schon ne Wolke im Icon. :-)

Ich denke übrigens nicht, dass die bisherigen MobileMe-WebApps eine größere Überarbeitung erfahren werden. Die sind ja bisher schon ganz ok, außerdem sind die meisten ja in den letzten Monaten immer mal wieder aufgefrischt worden. Sie werden höchstens irgendwie anders im neuen iCloud/MobileMe-Konzept eingebaut.

Es gibt auch Gerüchte die meinen, dass ein Teil von MobileMe kostenfrei wird und ein anderer Teil weiterhin als MobileMe Pro oder so ähnlich weiterhin was kosten wird. Das fänd ich aber zusammen mit dem vermutlich ebenfalls kostenpflichtigen iCloud eine viel zu unübersichtliche Mischung. Apple wird sich da was halbwegs einheitliches einfallen lassen und das ganze unter ein bis zwei Hüten vereinen.

Soviel mal zu meinen Einschätzungen. Was wirklich passiert wird wohl am Montag auf www.apple.com und www.icloud.com zu lesen sein.

Alfred

Es fühlt sich so an als ob ich Alfred erst seit ein paar Tagen nutze. In Wirklichkeit ist es schon über einen Monat, aber es macht jeden Tag wieder auf neue extrem Spaß. :-)

Alfred ist eine kleine feine Helfer-Mac-App die die selben Funktionen wie Spotlight hat und diese um noch viele weitere erweitert. Vor allem ist Alfred extrem gut an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Über Stichworte lassen sich viele bereits mitgelieferte Web Searches erreichen. Man kann sich aber auch selbst  solche Suchen einrichten. Wenn ich bei Alfred z.B. “Wetter Stuttgart” eingebe lande ich bei der Wettervorhersage für Stuttgart bei Wetteronline.

Über das Stichwort “find” kann man auch ganz einfach das Dateisystem druchsuchen. Wenn man die Datei die man such gefunden hat kann man durch einmal Pfeil nach rechts drücken sogenannte Actions auf die Datei anwenden. Und da wirds interessant. Alfred kann als Actions auch Skripte verwenden. Zum Beispiel habe ich mir ein Skript gebastelt, mit dem ich ganz einfach jegliche Film-Dateien in schöne *.m4v-Dateien umwandeln kann. Es ist aber auch möglich aus Alfred heraus zu twittern, Laufwerke zu mounten, Short-Links zu erzeugen usw.

Alfred bietet aber noch zwei besondere Schmankerl. Es gibt eine Clipboard History durch deren Aktivierung man Zugriff auf alles mögliche hat was sich jemals in der Zwischenablage befunden hat. Ich hab sowas ja schon früher benutzt, aber da wurden nur die letzten 15 Zwischenablagen gespeichert und man konnte diese auch nicht durchsuchen. Mit Alfred funktioniert das sehr komfortabel und praktisch.

Außerdem gibt es noch einen iTunes Mini Player. Dabei handelt es sich um ein schlankes Interface mit dem man seine iTunes Library durchsuchen kann und einzelne Alben und Titel abspielen kann. Ich als Alben-Hörer finde besonders toll, dass man ein Zufalls-Album abspielen lassen kann.

Das alles war nur ein kleiner Einblick was man mit Alfred alles machen kann. Mit ein wenig Skripting-Künsten und Hirnschmalz lassen sich da sicherlich noch so einige fancy Dinge umsetzen. Einige von diesen Features sind nur verfügbar wenn man sich den Alfred Powerpack für 12£ (~13,87€) kauft. Ansonsten ist das Programm kostenlos und auch im Alfred - Running with Crayons Ltd zu haben.

Der Entwickler von Alfred ist übrigens ein in Cambridge UK ansässiger freundlicher Mensch, der auch gern und oft über Twitter (s.a. @preppeller) und Tumblr Auskünfte gibt. Achja, und auf http://alfredtips.tumblr.com gibt eine gewisse Anna immer wieder Tips zu Alfred und stellt neue Features per Screencast vor.

iOS Development Start

Seit ungefähr einem Monat hab ich endlich so richtig mit iOS-Entwicklung begonnen. Das schiebe ich ja schon seit drei Jahren vor mir her. Genau, so lang ist es schon her, dass überhaupt die Möglichkeit besteht Apps fürs iPhone zu entwickeln.

Ich habe so lange gebraucht, weil ich mich einfach nicht an dieses große Thema herangetraut habe. Irgendwann hatte ich mir ein Buch gekauft. “Objective-C und Cocoa Band 1” von Amin Negm-Awad. Das war aber eher nicht so toll. Man muss da erstmal ganz viel Theorie lesen, bevor man im Schneckentempo ein kleines Progrämmchen baut. Es ist ja einleuchtend, dass man sich beim Programmieren auch mit der Theorie befassen muss. Man sollte im Optimalfall die Theorie von wichtigen Konzepten verstanden haben bevor man loslegt. Aber man muss nicht jedes Konzept nicht bis ins kleinste Detail erklären und man kann Schrittweise vorgehen. Mir gehts so, dass ich am besten lerne wenn ich das eben gelernte gleich anwenden kann. Dann kann ich in Code denken und muss das nicht immer erst aus der Theorie her übersetzen wenn ichs noch kaum versteh. Wenn ich erstmal ganz viel Theorie lerne hab ich das was am Anfang kam schon lang wieder vergessen wenn es dann mal ans Praktische geht.

Aber zum Glück gibt es noch andere Bücher. Ende letzten Jahres hab ich mir dann eins von u.a. dem hochgelobten Aaron Hillegass zugelegt. “iPhone Programming – The Big Nerd Ranch Guide” hat nicht nur nen coolen Namen, sondern macht alles weiter oben “richtig”. Außerdem ist das auch im Gegensatz zu dem anderen auf iOS Programmierung ausgelegt. Das machts nochmal ein wenig leichter.

Zusammen mit dem Internet, Beispiel-Code von Apple und Apples Library zum Nachschlagen funktioniert dieses Buch für mich ziemlich gut. Aber der Schlüssel war eigentlich nur einfach mal anzufangen. Wenn man mal angefangen hat und ein kleines Programm hinbekommen hat, bekommt man schon ein Gefühl für Xcode, Objective-C usw. Es geht bei mir momentan immernoch ein wenig schleppend, aber ich lerne jeden Tag was neues und kann es dann auch anwenden.

Soviel mal zum Start. Demnächst mehr dazu was ich damit mache.

ifttt

Vor einigen Wochen bin ich auf einen hippen neuen Web 2.0 Dienst (sagt man das noch?) gestoßen. Er heißt ifttt und ich hab erstmal nicht verstanden was man damit machen kann.

ifttt leitet sich ab von if this then that. Man damit Trigger auf verschiedene andere Dienste anwenden die dann wiederum eine Aktion bei einem weiteren Dienst auslösen. Am besten wird das glaub mit einem Beispiel klar: Wenn Juuro bei Twitter einen Tweet favorisiert, dann nehme die URL die in dem Tweet steckt und erstelle eine Eintrag mit dieser URL bei Instapaper. Sowas sieht dann bei ifttt so aus:

Das ist unglaublich praktisch. Denn so kann ich endlich alles was ich über irgendwelche Kanäle an einem Ort sammeln. Sei es Google Reader, Twitter oder sonstwo im Internet. Dieser Ort ist bei mir Instapaper. Auch alles was man irgendwie auf Twitter veröffentlichen könnte geht automatisch. Ich brauche kein anfälliges WordPress PlugIn mehr das ich updaten muss um neue Beiträge in meinem Blog auf Twitter bekannt zu geben.

Diese Trigger lassen sich auf tausend Arten verbinden. Da kann man bestimmt sehr wilde Sachen mit anstellen. Ich hatte mir zum Beispiel drei Tage lang alle Tweets in Instapaper reingehauen. Nicht schön. :-) Man sollte also vorsichtig sein.

Ein kleiner Nachteil ist, dass man einem kleinen unbekannten Webdienst gaaaaanz viele Daten zu seinen ganzen Online-Diensten überlässt. Ausserdem gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Diensten die von ifttt unterstütz werden. Mir fehlt zum Beispiel momentan noch deviantART. Aber die Entwickler sind recht aktiv. Sowohl auf Twitter als auch auf Mails antworten sie schnell und freundlich. Es sollen auch noch weitere Dienste hinzukommen. Heute zum Beispiel kam Dropbox dazu! ifttt ist ja schließlich noch in der Beta-Phase.

Ich habe übrigens noch zwei Invites übrig!

Thunderbolt

Soeben hat Apple neue MacBook Pros vorgestellt. Die haben, wie schon die Gerüchte richtig voraus gesagt haben, einen so genannen Thunderbolt-Anschluss. Hierbei handelt es sich um Intels neue I/O-Schnittstelle die bisher unter dem Codename “Light Peak” entwickelt wurde. Ein neuer Übertragungsstandard der auf Glasfaserkabel ausgerichtet ist und (vorerst) 10 Gbit/s übertragen kann. Zum Vergleich: FireWire 800 schafft 800 Mbit/s. Und das war auch schon schnell. Im übrigen ist Thunderbolt auch ca. doppelt so schnell wie USB 3.0.

 

Quelle: Apple

Es gibt an der Tatsache, dass Apple das endlich verbaut mehrere tolle Seiten.

Erstens ist toll, dass über Thunderbolt nicht nur Daten übertragen werden können, sondern, da das DisplayPort-Protokoll in Thunderbolt integriert ist, kann man damit auch Monitore und Fernseher mit Bild und Ton versorgen.

Des weiteren kann man bis zu 6 Thunderbolt-Geräte in Reihe schalten (Daisy Chain). Man braucht also theoretisch nur einen Ausgang am Computer um 6 Geräte anzuschließen. Voraussetzung dafür ist natürlich dass die jeweiligen Geräte zwei Thunderbolt-Ports haben.

Quelle: Intel

So richtig toll find ich aber, dass der Formfaktor der Stecker der selbe ist wie Apples Mini DisplayPort. Das ist deshalb so toll, weil somit die Möglichkeit besteht, dass man mit Thunderbolt nicht ganz so auf “Verlorenem Posten” wie mit FireWire steht, das kein Mensch kennt. Dass diese Theorie klappt wird unterstützt von lobenden Zitaten auf der Intel-Website von Managern von LaCie und Western Digital. Das heißt, nachdem es seit heute erste Geräte am Markt mit Thunderbolt gibt, werden Festplatten usw. von LaCie und Western Digital hoffentlich auch nicht lange auf sich werten lassen.

Tjoa, brauch ich nur noch nen Gerät dass Thunderbolt unterstützt. In nem Jahr dann nen iMac. (Oderso…)

Quellen:
Intel Thunderbolt Technology
Apple

Dropquest 2011

Ich benutze schon länger den kleinen aber feinen Dienst Dropbox. Damit kann man Daten eines Ordners auf all seinen Computern und Smartphones usw. (heißt in dem Fall “undsowas”) übers Internet synchronisieren. Ab und an werden neue Daten etwas langsam hochgeladen. Aber das ist meist zu verschmerzen, weil man selten gigabyteweise Daten hinzufügt.

Auf jeden Fall, hat Dropbox einen Dropquest gestartet. Das ist so eine Art Schnitzeljagd. Diese besteht aus 29 Steps und für jeden Step erhält man ein paar MB Speicherplatz mehr. Wenn man sich bei Dropbox ist man nämlich nur mit 2 GB ausgestattet. Normalerweise kann man diesen Platz nur durch Mitglieder werben oder finanzielle Aufwendungen vergrößern. Wenn man die 29 Steps durch hat, stellt man fest dass es plötzlich ein ganzes Gigabyte mehr geworden ist. Zwar habe ich den Speicherplatz nicht gebraucht, da ich von meinen 2GB eh immer nicht mal 50% verbraucht habe, aber ich finde die Idee des Dropquests so toll. Da macht ein kleines Unternehmen einfach mal so einen Rätselspaß, obwohl ihnen der ganze Aufwand eigentlich garnix bringt. Außer glückliche Bestandskunden. Aber die wären ja sonst auch nicht weggelaufen. Die versprochene Leistung funktioniert ja.

Wunderbar. Thematisch sollte man sich wohl etwas mit dem Internet auskennen und wie das so funktioniert. Bei manchen Steps ist man wirklich vor echte Herausforderungen gestellt. Einige hab ich auch nur mit weiteren Tips zustande gebracht.

Canyon Katalog 2011

Endlich ist der neue Canyon Katalog da. Seit einigen Tagen ist er schon auf der Website downloadbar. Aber ich wollte ihn gemütlich auf dem Sofa durchblättern und nicht am PC angucken. Jetzt hat das zurückhalten ein Ende. :-)

Natürlich beinhaltet der Katalog alle Canyon Modelle und eine umfassende Beschreibung zu jedem Modell und zu jeder Ausstattungsvariante. Aber besonders schön finde ich auch die vielen Hintergrundinfos wie Canyon arbeitet. Zum Beispiel zum Design des neuen Strive Rahmens. Schöne Bilder gibts auch. Toll toll! Da freut man sich gleich noch mehr auf sein Nerve AM 6.0 (übrigens natürlich NICHT in diesem hässlichen Grasgrün!) … :-)

Achja, ich hatte ja bisher eher das 7.0 im Blick. Aber im direkten Vergleich gibts nur kleine Detailunterschiede wie Naben und Laufräder. Das 6.0 hat eine SRAM X.9 Schaltung und das 7.0 eine Shimano XT. Die SRAM ist aber ungefähr gleichwertig und sieht sogar noch etwas besser aus. Außerdem hat Shimano doch jeeeeder. :-) Die Bremse ist auch noch unterschiedlich. Avid Elixir 3 beim 6.0 und Elixir 5 beim 7.0. Die unterscheiden sich aber scheints nur im Gewicht. Das ist mir keine 200€ Aufpreis wert. Zur Note könnte ich auch die Elixir 3 verkaufen und mit ne Elixir 5 oder sogar CR oder R dafür holen. vermutlich würde ich da allerhöchstens 100€ Miese machen. Aber meine Anforderungen hat das Nerve 6.0 eh erfüllt: Keine Bremsen von Hayes, Fox Talas Gabel. Schön, wenn man feststellt, dass man “nur” 1799€ aufbringen muss. :-)

Aber das dauert leider noch ein Weilchen. Bis dahin schmöker ich noch etwas im neuen Katalog. :-)

RFID-Leser fürs iPhone

Wegen meiner Studienarbeit habe ich vor kurzem einen RFID-Leser fürs iPhone gesucht. Also eben einen, den man unten an den Dock-Connector dran stöpselt. Ich dachte ja, dass es sowas auf jeden Fall gibt. Leider hat die eine Firma die so ein Gerät namens iCarte angekündigt hat seit der Ankündigung (November 2009) nichts mehr von sich hören lassen. Blöd. Allerdings haben die wohl vor ein paar Wochen eine Visa iPhone App herausgebracht, die mit der iCarte zusammenarbeiten soll. Aber zur iCarte selbst gibts trotzdem nix neues. Sehr seltsam. Wieso entwickelt ein Unternehmen eine App für ein Gerät dass es nicht gibt. Vielleicht tut sich da ja doch noch was…

Bei meiner Recherche habe ich auch eine relativ ausführliche Bauanleitung eines Studenten aus London gefunden. Aber um das daraus resultierende Gerät am iPhone betreiben zu können, muss man es natürlich Jailbreaken. Und das würde die Praxistauglichkeit schon sehr in Frage stellen.

Tjo, also wie kann ich mit dem iPhone RFID-Daten auslesen? Bleibt eigentlich nur einen externen RFID-Leser zu verwenden, der die Daten über Bluetooth oder WLAN dem iPhone zur Verfügung stellt. Ungefähr so wie in diesem Video. Wenn man von dem RFID-Leser direkt per Bluetooth ins iPhone gehen könnte wäre das natürlich am praktischsten. Aber ich habe keine Ahnung ob man inzwischen als Entwickler mit Bluetooth mehr machen kann also Ton ein- und ausgeben. Wenn das jemand weiß, darf er mich gern aufklären!

Man könnte natürlich theoretisch auch aufs iPhone 5 warten und hoffen dass da ein RFID-Leser drin ist! Aber fürs iPhone 4 gabs auch schon Gerüchte zu einem integrierten RFID-Leser, die sich nicht bewahrheitet haben. Allerdings gibt es ja mittlerweile weitere Anzeichen dafür, dass Apple eine Art Handy-Bezahlsystem entwickeln will – Stichwort: iWallet. Aber das können auch nur falsch interpretierte Gerüchte sein.

Ich nehme mal an, ich werde meine App vorerst mal über die Bluetooth- oder WLAN-Möglichkeit realisieren. Falls das iPhone 5 dann tatsächlich einen RFID-Leser hat auf den man als Entwickler auch ausreichend Zugriff hat, kann ich die App ja immernoch (vermutlich relativ) leicht umschreiben.

Kundencenter iPhone App der Telekom

Endlich hat es die Telekom geschafft eine iPhone App rauszubringen, mit der man sich seine Tarif- und Verbrauchsdaten anzeigen lassen kann. Die Kundencenter App ist jedoch sehr einfach gehalten. Sie besteht nur aus fünf Bereichen: Verbrauch, Tarif, Rechnungen, Meine Daten und Hilfe. Interessant ist da eigentlich nur der Bereich “Verbrauch”, der die bisher im laufenden Monat verbrauchten Daten anzeigt. Allerdings scheint es wohl ein Glücksspiel zu sein, ob einem der Internet- ODER der SMS-Verbrauch angezeigt wird. Leider lässt die App Einstellungsmöglichkeiten komplett vermissen.

Trotzdem für mich ganz praktisch, da ich einer der Glücklichen bin dem die Internetdaten anstatt der SMS angezeigt werden. So kann ich mich von der ewigen Zwischenlösung Used Budget verabschieden. Used Budget hat zwar allermeistens gut funktioniert. Aber immer wenn die Telekom was an der Kundencenterwebsite verstellt hat funktionierte die App ein paar Tage nicht weil sie der Entwickler natürlich erst der Website anpassen musste. Das sollte jetzt wegfallen.

Linux Genealogy

Wer gerne einen Überblick über die ganzen Linux-Distributionen hat sollte unbedingt mal bei http://linux-genealogy.0x1c.de vorbei schauen. Da gibt es jetzt eine nach Vollständigkeit strebende Auflistung. Das besondere daran ist, dass, im Gegensatz zu ähnlichen Projekten, hier nicht nur große Distributionen erfasst werden, sondern alle. Praktisch auch, dass man sich die Liste der Distributionen sowohl als sortierbare Liste, als auch als Baum anzeigen lassen kann. Das ganze gibts auch in GitHub!

LaTeX am Mac

Wer LaTeX am Mac schreiben will hat es mittlerweile eigentlich recht einfach. Da gibt es zum einen die auf den Mac angepasste Distribution MacTex, die alles enthält was man so braucht. Als Editor steht auf dem Mac TeXShop zur Verfügung welcher Syntax-Highlighting unterstützt und aus dem heraus man das LaTeX dann auch bauen kann. Es ist auch möglich BibTeX direkt mit TeXShop einzubinden.

Für BibTeX gibts für den Mac auch ein kleines Verwaltungstool namens BibDesk.

Ich nutze diese Kombination seit mittlerweile Jahren erfolgreich und kann nicht klagen. Im Gegensatz zu so Vehikeln wie LaTeX in Smultron mit Skim Anbindung funktioniert das richtig toll!

Wer sich noch nicht mit LaTeX auskennt kann sich mal diesen Schnellkurs anschauen. Damit kam ich am Anfang ziemlich gut zurecht. Hilfreich kann auch die LaTeX-Befehlsreferenz sein. Wenn man dann schon ganz gut klar kommt ist das LaTeX-Kompendium nützlich zum Nachschlagen, falls man doch mal was nicht weiß. :-)

Apples Aperture Grundlagen-Tips

Bei Apple selbst kann man auch schon eine kleine Einführung in Bildbearbeitung bzw. Natürlich im Speziellen in Bildbearbeitung in Aperture bekommen. Da lernt man zwar nix weltbewegendes, aber einige kleine aber extrem wichtige Grundlagen kann man da schon mitnehmen.

Es gibt da übrigens auch noch gaaaanz viele andere Beiträge zu den Pro-Anwendungen von Apple. Sollte man zumindest mal überflogen haben, wenn man eines davon nutzt.

YoHDR!

Ich beschäftige mich zur Zeit mal wieder etwas mit HDR-Generierung. Dabei wurde ich von @ftf auf YoHDR! aufmerksam gemacht.

Bei diesem Dienst lädt man drei Bilder hoch, ein unterbelichtetes, ein überbelichtetes und ein normal belichtetes. Online wird ein HDR daraus generiert und man kann es sich kurze Zeit später runterladen. Für das schnelle HDr zwischendurch sicher ganz nett, wenn man kein iPhone 4 hat, bei dem diese Funktion eingebaut ist.

YoHDR

Das Ergebnis ist ok. Meistens fehlt noch eine Tonwertkorrektur. Natürlich kann man keine perfekten HDRs erwarten. Das ist glaub bei automatisierten Verfahren eh schwierig. Trotzdem ganz nett, zumal das Projekt noch in der Beta-Phase steckt.

Übrigens habe ich auch Luminance HDR, Photomatix gestestet. Außerdem hab ich auch mit diesem Verfahren selbst in Photoshop HDRs entwickelt. Photomatix liefert dabei mit dem geringsten Zeitaufwand eindeutig die besten Resultate. Allerdings kostet Photomatix als Aperture-PlugIn stolze €63.51. Die beste kostenlose Lösung ist immernoch es von Hand in Photoshop zu machen. Da gibts vermutlich auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. habe noch nicht so viel rumprobiert. Luminance HDR kann man meiner Meinung nach vergessen. Das hat bei mir nur entweder total überbelichtete, oder aber ziemlich bunt-verrauschte Bilder erzeugt. Vielleicht lässt sich da noch etwas mehr rausholen, wenn man sich tiefergehend damit befasst. Aber ich hab so schon ne halbe Stunde gebraucht bis ich was ansehnliches rausbekommen hab.

Die Ergebnisse meines kleinen Testlaufs im Vergleich kann man bei flickr bewundern.