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Wintersemester 2009 – Rechnerarchitektur

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Weil ich grade Lust hab drüber zu schreiben will ich mal eine kleine Reihe anfangen in der ich eine kleine Übersicht über die Veranstaltungen gebe die ich dieses Semester besuche. Anfangen möchte ich mit Rechnerarchitektur.

Natürlich haben viele schonmal einen Computer zusammen gebaut und wissen dass nicht jeder x-beliebige Prozessor auf jedes Mainboard passt und dass es wichtige Unterschiede beim Arbeitsspeicher zu beachten gibt. Aber wie die ganzen Teile genau funktionieren und wie sie untereinander verbunden sind und wie die zu erledigenden Aufgaben verwaltet werden war mir bisher auch nicht so ganz klar. Das wird in der Vorlesung Rechnerarchitektur erarbeitet.

Momentan beschäftigen wir uns damit wie ein Prozessor aufgebaut ist, wie er arbeitet und wie man ihn zum Erledigen von diversen Aufgaben verführen kann. Dazu arbeiten wir mit einem kleinen 16 Bit Mikrorechner namens Toy-Rechner. Der kennt 12 verschiedene Befehle mit denen man so ziemlich alles machen kann zumindest theoretisch. Leider merkt man schnell, dass das relativ wenig Befehle sind. Zum Beispiel fehlt Multiplizieren und Dividieren. Die Befehle sind natürlich auch nicht so schön selbsterklärend wie z.B. PHP. Es handelt sich hier ja um eine Assemblersprache. Der Befehl um zum Beispiel den Wert der grade im Akkumulator steht in die Adresse $30 im Ram zu schreiben lautet $0030.

Beim aktuellen Übungsblatt sollte man einen Wert der im Ram steht um n stellen nach rechts verschieben. Die Aufgabe war also den gegebenen Wert n mal durch 2 zu teilen. 2 deswegen weil man es ja Bitweise machen soll. Da muss man dann auch erstmal drauf kommen dass man von dem gegeben Wert so oft zwei Abziehen muss bis es nicht mehr geht. Dabei zählt man wie oft es geht, das Ergebnis ist die Bitweise nach rechts verschobene Zahl. Dabei gibt es dann noch so Spezialfälle zu beachten wie z.B. was passiert wenn der Eingabewert 0 oder 1 ist und sich somit garnicht erst durch 2 teilen lässt.

Schlussendlich haben wirs trotzdem hinbekommen. Mal sehen ob ich mein Progrämmchen morgen noch verstehe, denn kommentiert haben wir noch fast nix. :-) Ich wunder mich übrigens wieso mir das relativ viel Spaß macht. Ist ja eigentlich total trocken. Aber man sieht halt schon das was passiert. Ich glaube es ist gut dass bei der Vorlesung noch ein ausgewiesenes Praktikum mit drin ist!


Käsebrot

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Is ja nüschd los hier! Naja, kein Wunder. Der quasi alleinige Autor war ja auch die letzten paar Wochen schwer beschäftigt mit Mathe lernen, damit seine acht (8!) Semester (Grund-)Studium nicht “umsonst” waren.

Wobei ich die vier Jahre nicht als völlig verschenkte Zeit empfunden hätte. Ich hatte viel Spaß in der Zeit als Student und habe viel gelernt wofür ich keinen Bestätigungs-Zettel bekomme, was mir aber gefühlsmäßig trotzdem einiges bringen wird im Leben. Zum Beispiel wie man lernt und wie man nicht lernt, Geld verdienen, Arbeit beschaffen, aber auch der unglaublich große Wissenschatz über Kinofilme der in dieser zeit angehäuft wurde soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Aber wie man schon raushören kann hat es geklappt. Ich habe meine “Mathematik für Informatiker und Bioinformatiker”-Vordiplomsklausur endlich bestanden. nach zwei verhauenen schriftlichen Klausuren hats jetzt mündlich geklappt. Es war knapp. So knapp wie möglich! Das hat sich nicht gut angefühlt. Vor allem weil sich die ganze Tragödie über ein Jahr lang von der ersten Prüfung bis jetzt zur mündlichen hingezogen hat. Da war immer so ein schlechtes Gefühl im Hinterkopf. Das hat in einigen anderen “Disziplinen des Lebens” leider auch zu Hemmungen geführt. Das ist jetzt endlich rum. Was ich am meisten gelernt habe aus der ganzen Sache ist, dass ich es nie wieder so weit kommen lassen will. Vor allem weil es eigentlich garnicht so schwer ist, wenn man sich nur regelmäßig ranhält. Aber vielleicht habe ich diese Erfahrung am eigenen Leib gebraucht damit mir das wirklich klar wird.

Man macht sich da so einige Gedanken. Bei mir hat das zwischen “ganz schlimm” bis “eigentlich garnicht so schlimm” geschwankt. “Ganz schlimm” habe ich damit assoziiert dass ich ein totaler Versager bin und am Ende noch von Arbeitslosengeld lebe… in der “eigentlich garnicht so schlimm”-Phase habe ich kräftig Alternativ-Pläne geschmiedet.

Einer von diesen Plänen hat es sogar soweit gebracht dass ich mir überlege ihn vielleicht nach dem Informatikstudium umzusetzen: Kommunikationsdesign an der Design Akademie Berlin. “Fotografie, Video, Animation, …” ließt sich gut. Man kann dort auch für 160€ ein dreitägiges Probestudium absolvieren um sich einen genaueren Eindruck zu verschaffen. Das finde ich super. Ich denke, wenn diese Lust bestehen bleibt, werde ich wenn es mit dem Informatikstudium dem Abschluss zu geht mich dort mal bewerben. Ich freue mich auch schon richtig darauf eine Mappe dafür zu erstellen. Während dem Lernen sind mir auch viele tolle Ideen gekommen. Die werde ich die nächsten Wochen, Monate und wohl auch Jahre versuchen umzusetzen.

Überhaupt wird sich meine Zeiteinteilung in Zukunft anders gestalten. Das fängt schon damit an, dass das E-Mail-Programm, der Feedreader, der Twitter-Client und das Chat-Programm nicht ständig im Hintergrund laufen. Meine Zeit am Computer soll eh weniger werden. Vor allem die Zeit in der ich nur davor sitz weil ich sonst nix besseres zu tun habe. Da werd ich mir dann was besseres zu tun suchen. Und sei es Asterix-Hefte lesen. :-)

Durch diese Einstellung bin ich grade in einer sehr positiven Grundstimmung die sich ziemlich gut und echt anfühlt. Ich werde mein Studium gewissenhafter angehen, mehr Freizeit mit meinem großen Hobby, das sich unter dem Überbegriff “Visuelle Kunst” zusammenfassen lässt, beschäftigen und mehr Fahrrad fahren. Das sind tolle Aussichten wie ich finde! Darum gibts jetzt erstmal ein Käsebrot! :-)

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