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Beiträge getaggt mit Internet
Jugendmedienschutz-Staatsvertrag
18. Feb
Sehr geehrter Besucher diese Website können Sie leider nur zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr abrufen.
Weil ich bestimmt schonmal über “Killerspiele” geschrieben oder das Wort “Sex” oder sogar schlimmere verwendet habe, könnte hier bald diese Warnung stehen.
Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) entwirft zur Zeit einen neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (aktueller Entwurf) (JMStV). Dieser soll folgende Vorschriften enthalten:
- Internet-Zugangs-Anbieter un Webhoster werden mit den eigentlichen Anbietern der Webseiten gleichgesetzt, also alle sind Anbieter. D.h. T-Mobile und Strato sind zukünftig verantwortlich dafür was ihre Kunden anbieten.
- Zugangsanbieter wie T-Mobile werden dazu verpflichtet ausländische Seiten zu sperren die sich nicht an deutsche Gesetze halten.
- Wenn Nutzer auf einer Website Inhalte selbst erstellen können (wie zum Beispiel hier in als Kommentar) muss der Betreiber der Website nachweisen, dass er zeitnah Inhalte entfernt, “die geeignet sind die Entwicklung von jüngeren Personen zu beeinträchtigen”. Ohne Ausnahme.
- Alle Inhalte werden in Altersstufen eingeteilt: ab 0 Jahre, ab 6 Jahre, ab 12 Jahre, ab 16 Jahre, ab 18 Jahre
- Jegliche Anbieter (s.o.) müssen gewährleisten dass Kinder keine Inhalte wahrnehmen die nicht ihrer Altersstufe entsprechen. Dazu wird ein von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zugelassenes Altersverifikationsverfahren genutzt. Manche Inhalte werden nur zu bestimmten Uhrzeiten angeboten. Alle Inhalten werden mit einer Altersfreigabe gekennzeichnet.
Als Anbieter eines Blogs wäre man erheblichen Risiken ausgesetzt. Wenn man nicht jeden Kommentar selbst überprüft und freischält. Das würde größere private Blogs töten, weil ein unverhältnismäßiger Aufwand zu leisten wäre. Ganz zu schweigen von Foren. Außerdem wird durch diese Lösch- und Prüf-Pflichten die Meinungs- und Rezipientenfreiheit (Artikel 5 GG) erheblich eingeschränkt.
Bevor man eine neue Website an den Start bringt müsste man sie erst Zertifizieren lassen. Wahrscheinlich müsste man das sogar wenn man den Inhalt ändert. Ich denke das ist technisch und logistisch kaum durchführbar. Es besteht außerdem die Gefahr, dass die Einteilung willkürlich stattfindet. Was ist ein triftiges Kriterium dafür eine Website erst ab 16 anstatt 12 Jahren freizugeben?
Dieser Entwurf mutet in seiner jetzigen Form einfach total kabarettistisch an. Dieser Staatsvertrag ist der Versuch ein fürs fernsehen bewährtes Modell auch über das Internet zu stülpen. Jedoch ist das Internet ein Medium das jeder jederzeit überall nutzen kann. Egal zu welcher Uhrzeit. fernsehen ist das nicht und will es auch nicht sein. Die obigen Regelungen widersprechen der Natur des Internets. Bei Inkrafttreten des neuen JMStV. wäre das Internet kein spontanes, schnelles, modernes Informationsmedium mehr. Es wäre genau so langsam wie Fernsehen und Zeitung, je nach dem wie lange eine solche Zertifizierung dauern würde, vielleicht sogar noch langsamer. Das Internet würde sich komplett ändern. Anwendungen wie eBay, Twitter, Blogs, Foren wären in ihrer jetzigen Form nicht mehr denkbar.
Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages und die KJM sind viel gefährlicher, als es das inzwischen zwar unterschriebene aber außer Kraft gesetzteGesetz zu Internetsperren um “Zensursula” je war.
Darum hoffe ich dass entweder der neue Entwuft des JMStV. der am 24. Februar vorgelegt werden soll eine deutliche Verbesserung bringt (was ich allerdings kaum zu hoffen wage), oder die Länder dem Vetrag nicht zustimmen werden. Dieser Staatsvertrag wird zwischen den einzelnen Bundesländern geschlossen. Wenn diese also nicht zustimmen, kommt er auch nicht zustande. Darum werde ich den Abgeordneten aus meinem Wahlkreis mal eine E-Mail diesbezüglich schreiben. Man findet dazu auch einige Vorlagen im Netz [1] [2] [3] zum Anpassen an die eigene Situation.
Hier gibt es eine Kontakt-Liste der Ministerpräsidenten und Fraktionsvorsitzenden der Länder. Eine Liste der Abgeordneten geordnet nach Wahlkreisen findet man meistens auf der Internetseiten der Landtage:
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
Weitere Stellungnahmen von 1&1, eco, netzpolitik.org, AK-Zensur, ODEM.blog, Tauss, Peter Kröner, Gerrit van Aaken.
Gerüchte über inzwischen erfolgte Änderungen von golem.de
Outlook’s broken
09. Jul
Viele Firmen würden gerne schicke HTML-E-Mails als Newsletter verschicken, mit eigenem Design und veränderlichem Design, um sich von anderen Mails visuell abzuheben. Jedoch gibt es da ein Problem: Outlook 2007. Da Microsoft sein E-Mail-Programm leider genauso gut verbreiten konnte wie seinen genau so miesen Browser muss man einige Einschränkungen bei der Erstellung von HTML-Mails in Kauf nehmen.
2010 wird es ein neues Outlook geben. Die Chance für Microsoft einen Standardkonformen Mail-Klienten zu veröffentlichen. Jedoch will der Redmonder Software-Riese weiterhin bei der Word-Engine fürs E-Mail-Rendering bleiben. Außerdem drangen Stimmen nach aussen die verlauten ließen dass es für E-Mails ja eh keine wirklichen Standards gäbe.
Schade. Dabei müsste man sich doch nur mal etwas Kooperativ zeigen. Ist doch eigentlich nicht so schwer. Um das zu erreichen hat das Email Standards Project eine Aktion ins Leben gerufen: “Outlook’s broken – Let’s fix it” Dadurch soll vorallem über Twitter (@fixoutlook) öffentlicher Druck auf Microsoft ausgeübt werden. Hoffen wir dass die Aktion ähnlich große Kreise zieht wie bisherige Twitter-Aktionen, damit wir Webentwickler uns mit einem Sorgenkind weniger rumschlagen müssen.
via Webkrauts
Safari 4
27. Feb
Vergangenen Dienstag hat Apple eine neue Version von Safari veröffentlicht. Es handelt sich um eine public beta der Version 4 des Browsers. Apple bewirbt sie auch auf seiner Website ausdrücklich und bietet sie zum Download an. Bisher war Safari 4 nur Entwicklern zugänglich. Als ich den vor ner Weile mal ausprobiert hab, war er noch ziemlich doof und auch noch im alten Design. Von daher kamen die Designänderungen für alle relativ überraschend. Zu Abwechslung mal wieder.
Die größte und praktischste Neuerung ist eine Funktion namens “Top Sites” und von Googles Chrome inspiriert.
Dabei handelt es sich um eine Seite in Safari die häufig aufgerufene Websites mit einem Bild in einem Gitter darstellt. Welche Seiten angezeigt werden kann man auch manuell verändern und bestimmte Seiten an eine bestimmte Stelle auf dem Gitter pinnen. Man hat die Wahl zwischen 6, 12 oder 24 Websites die auf der Seite angezeigt werden.
Das Tolle ist jetzt dass sich das Thumbnail immer anpasst je nach dem ob sich auf der Seite was getan hat. Ich hab zum Beispiel mein Forum gepinnt und sehe so sofort ob es einen neuen Beitrag gibt. Außerdem wird durch einen Stern oben rechts an einer Seite angezeigt wenn sich etwas geändert hat. Allerdings wird da halt jeder Scheiß berücksichtigt. Auf jeder dynamischen Seite ändert sich dauernd was. Da reicht es schon aus wenn die Seitenaufbauzeit angezeigt wird. Dadurch bekommt die Seite von Safari einen Dauerstern verpasst. Ist aber nicht störend schlimm.
Auch noch sehr praktisch ist dass man seinen Verlauf mit Coverflow durchstöbern kann. Manchmal hat man ja vielleicht noch im Kopf: Ahh das war diese voll geniale Seite mit dem Gras im Morgentau-Bild als Hintergrund … wie war die URL nochmal!? Dann kann man jetzt seinen Verlauf relativ schnell durchschauen bis einen das entsprechende Bild anspringt. Außerdem kann man die History durchsuchen und die Bookmarks auch per Coverflow durchsuchen. Ich glaube das ist bisher der sinnvollste Einsatzort für Coverflow.
Die verschobene Tableiste fällt einem als erstes ins Auge. Die ist jetzt nämlich nach ganz oben gewandert. So wie bei Chrome auch. Ich fands anfangs störend, aber jetzt so nach zwei Tagen… ich denke ich kann mich dran gewöhnen. Aber da die Tableiste sich jetzt in dem Bereich befindet in dem man das Browserfenster bisher zum verschieben “angefasst” hat kann man jetzt nichtmehr irgendwo im Tab klicken um es zu verschieben sondern nur an einer kleinen Ecke oben rechts am Tab. Ein kleiner Nachteil. Dafür werden um die zehn Pixel Höhe gespart die jetzt mit tollem Webinhalt gefüllt werden können.
Unter der Haube hat sich auch einiges getan. Die JavaScript Rendering-Engine Nitro wurde eingebaut. Damit verschnellert sich Safari bei JavaScript deutlich. Auch beim HTML-Rendering konnte er nochmal zulegen. Somit bestätigt Safari seine Position als schnellster Browser und gewinnt nochmal etwas an Vorsprung. Einzig Google Chrome kommt überhaupt an ihn ran. Aber der basiert ja auch auf der selben Browser Enginge – WebKit. Ein OpenSource Projekt übrigens das hauptsächlich von Apple vorangetrieben wird.
Toll als Webentwickler finde ich dass sich der Safari penibel an Webstandards zu halten scheint. Er unterstützt jetzt schon einige der kommenden Techniken der Zukunft: HTML 5, CSS Effekte, CSS Schriften. Alles ganz toll!
Damit wollte ich eh jetzt mal rumexperimentieren. Außerdem ist Safari 4 der erste und bisher einzige Browser der den Acid 3Test mit 100 von 100 Punkten bestanden hat.
Acid 3 tests a browser’s ability to fully render pages using the web standards used to build dynamic, next-generation websites, including CSS, JavaScript, XML and SVG.
Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es aber doch. Die Ladestandsanzeige wurde quasi abgeschafft. Bisher war die Adresszeile auch gleichzeitig Fortschrittsbalken. Wenn geladen wurde erschien ind er Adresszeile als Hintergrund ein blauer Balken. Der ist jetzt weg. Statt dessen gibt es rechts in der Adressleiste so ein drehendes Rad wie vom iPhone oder vom Start des Macs bekannt. Doof. Dadurch weiß man nicht wie weit der Ladevorgang ist. Aber da gibts ja auch Abhilfe beim fscklog.
Also ich find den neuen Safari 4 ziemlich toll. Die neuen tabs sind gewöhnungsbedürftig und der fehlende Fortschrittsbalken ist schade, aber im Vergleich zu den Neuerungen voll egal. Außerdem ists ja nur eine beta. Vielleicht kommt ja der Fortschrittsbalken in der Final wieder wenn wir uns schön beschweren!
Übrigens auch genial sind die in Safari eingebauten Developer Tools für Webentwickler. Aber dazu bald in nem extra Beitrag!
jQuery Plugin: Validation
10. Feb
Ich arbeite ja leider momentan (noch) nicht so viel mit AJAX. Aber wenn, dann mit jQuery. Besonders angetan hat es mir das Formularvalidierungs-Plugin Validation.
Das Web 2.0 lebt durch Formulare. Da muss man als Webdesigner/-entwickler auch oft überprüfen ob denn eine korrekte E-Mail-Adresse, eine korrekte Postleitzahl, ein korrektes deutsches Datum usw. eingegeben wurde. Man kann das ganz umständlich mit PHP machen. Man wertet aus was eingegeben wurde und bastelt für jeden Fehler eine Fehlermeldung mit Hinweis. Das kostet ungefähr pro Formular einen Tag mehr Zeit und macht soviel Spaß wie Walnüsse zählen.
Mit Validation schreibt man sein Formular fast wie gewohnt und wie von Geisterhand bekommt man direkt unter dem jeweiligen Formularfeld eine wunderschöne Fehlermeldung angezeigt wenn etwas falsch eingegeben wurde. Der einzige Unterschied ist dass man in das class-Attribut der jeweiligen Formularfelder Anweisungen wie “required” oder “date” schreibt. Man muss nur jQuery einbinden, Validation einbinden und Validation dann noch sagen was es validieren soll.
Gesammelte Beispiele finden sich hier. Eine ausführliche Doku ist bei jQuery selbst zu finden.
Das Plugin ist sehr flexibel. Falls man mit den Angaben im class-Attribut nichtmehr weiter kommt kann man auch mit JavaScript Angaben die Validierung beeinflussen. Näheres dazu steht ausführlich in der Doku.
Ein geniales jQuery-Plugin welches man an allen Ecken und Enden im Webdesign brauchen kann! Ich benutze es inzwischen für alle meine Formulare.
Microsoft soll Windows und IE entkoppeln [Update]
04. Feb
Die EU will Microsoft mal wieder ein hohes Bußgeld aufbrummen. Theoretisch find ich das ja gut, weil man einem quasi Monopolisten in einer Branche in der es soo viele Möglichkeiten gibt ruhig sehr bestimmt den Pfad der Tugend weisen darf. Aber halt nur wenn es gerechtfertigt ist.
In diesem Fall soll Microsoft die Internet Explorer nicht mehr mit dem Betriebssystem Windows zusammen verkaufen dürfen! Denn das sei, nach Ansicht der entsprechenden EU-Kommission, eine Wettbewerbsverletzung weil Microsoft seine beherrschende Marktposition ausnutze. Angeregt wurde das ganze von von der norwegischen Firma Opera Software ASA die mit dem Browser Opera ihren eigenes Produkt besser an den Mann bringen wollen.
Warum darf das nur der Marktführer nicht? Apple liefert mit OS X den Safari mit, Ubuntu den Konqueror und den Firefox und bei Suse Linux ist auch irgend ein Browser mit dabei. Wäre das nicht auch ungerecht oder ist ein Vorteil zu gunsten der kleineren erlaubt? Ich finde nicht denn bei jedem System ist ein Dateimanager dabei. Es gibt aber auch Dateimanager von Drittanbietern. Trotzdem ist es einfach irgendwie logisch dass man von vornherein seine Dateien ansehen darf. Es wäre ja irgendwie Schwachsinn Apple zu verbieten den Finder mit OS X mitzuliefern doer Microsoft zu verbieten Windows den Explorer mitzugeben. Denn heutzutage ist ein Dateibrowser einfach Standard. Genauso wie ein Internetbrowser.
Wie sähe das denn technisch aus. Ich installiere also Windows und möchte damit ins Internet. Ah… kein IE drauf um mir den Firefox zu laden. Wo bekomm ich denn jetzt nen Browser her? Muss Microsoft dann neben dem IE alle anderen wichtigen Browser auch mitliefern? Welche sind die wichtigsten? Oder gibt es dann ein Browser-Auswahlprogramm mit dem man im Internet ausschließlich über einen Microsoft-Dienst schauen kann welche Browser man denn so installieren könnte?
Alles kompliziert! Ich finde das Schwachsinn. Man sollte vielleicht etwas mehr Aufklärungsarbeit leisten. Microsoft könnte irgendwie darauf hinweisen dass es auch noch andere Browser gibt wenn man den IE zum ersten Mal startet. Aber ein Betriebssystem ohne Browser ausliefern? Oder mit allen? Oder über ein kompliziertes Verfahren einen runterladen? Neee… alles viel zu Umständlich!
Ich bin gespannt wie das ausgeht!
Update:
Das Problem bei Microsofts Fall liegt oder lag daran dass Microsoft den IE so fest mit dem System verzahnt hat, dass man ihn nicht eben mal so schnell deinstallieren kann. Wenn man bei Mac OS X den Safari löscht, ist er weg und gut ist… aber Windows 7 wird ja jetzt in der EU auch in einer Version ohne IE ausgeliefert!
Bits und so Adventskalender
28. Nov
Uiui, es bleibt spannend.
Die Bits und so Crew veranstaltet jetzt einen Adventskalender (iTunes-Link). Da gibts dann wohl täglich eine neue Folge, denn die Beschreibung lautet:
Jeden tag ein neues Türchen. Und wenn ihr alle brav seid, kommt am 24. der Paketbote.
Da simmer aber wirklich mal gespannt!
British Telecom & FON
26. Sep





