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Beiträge getaggt mit Kino
Zombieland
10. Jan
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Regie: Ruben Fleischer
Ein Film auf den ich mich (zu Recht) richtig gefreut hatte. Leider war es echt schwierig ihn anzuschauen. In den vier größeren Kinos hier im Umkreis war Zombieland nicht zu sehen. Wir mussten erstmal 50 Kilometer fahren und da kam er auch nur alle zwei Tage.
In den USA bzw. auf der ganzen Erde ist ein Zombievirus ausgebrochen. Die allermeisten Menschen sind zu Zombies geworden. Nur vereinzelt irren noch Menschen umher die Glück hatten. So treffen der nach strengen Regeln lebende, vorsichtige Columbus (Jesse Eisenberg) und der Draufgänger Tallahasse (Woody Harrelson) aufeinander. Sie heißen mit echten Namen natürlich anders, aber sie benutzen diese nicht um keine emotionale Bindung zueinander aufzubauen. Sie tun sich zusammen weil sie beide in die selbe Richtung müssen, Columbus auf der Suche nach seiner Familie in Columbus und Tallahasse auf der verzweifelten Suche nach Twinkees. Trotz ihrer gegensätzlichen Einstellung kommen sie relativ gut miteinander klar. Bald treffen die beiden auf weitere echte Menschen. Die zwei Schwestern Little Rock (Abigail Breslin) und Wichita (Emma Stone). Diese entpuppen sich allerdings als Trickdiebe und klauen den beiden kurzerhand das Auto. Nachdem die beiden Schwestern ihnen nochmals das Auto klauen dürfen die beiden Jungs wenigstens mitfahren. Wichita will ihre kleine Schwester in einen angeblich Zombiefreien Vergnügungspark in Kalifornien bringen. Die vier freunden sich unterwegs etwas an und werden quasi ein Team. Sie hinterlassen eine Spur der Zerstörung die meist auf Tallahasses Regel “Genieße die kleinen Dinge” beruht. Mit ein paar Abstechern, zum Beispiel über Bill Murrays Haus in Berverly Hills, kommen sie aber schließlich an ihrem Ziel an. Jedoch sieht es dort anders aus als erwartet …
Zombieland haut so richtig drauf. Vor allem Woody Harrelson darf als Tallahasse mal so richtig Dampf ablassen. Wenn er etwas zerstört dann ist das schon fast Kunst. Und er tut das oft und gerne und mit den Unterschiedlichsten Werkzeugen. Ja, auch ein Banjo ist eine Waffe. Überhaupt strotz der Film vor lustigen Einfällen und ausgefallenen Ideen. Zum Beispiel fragt Tallahasse gerne, nachdem er mal wieder mit Hingabe zerstört und gekillt hat, Columbus gerne ob das jetzt der Zombiekill der Woche war. Columbus verneint und liefert den Zombiekill der Woche in einem Einspieler nach. Auch die ganzen 37 Regeln (oderso) von Columbus werden schon in 3D Schrift in die Umgebung eingesetzt wenn sie erklärt, beachtet oder missachtet werden. Schon das Intro in Superduperzeitlupe ist eine Augenweide.
Humoristisch gesehen ist Zombieland wohl einer der lustigsten Filme des Jahres. Wenn man denkt es geht jetzt langsam dem Ende zu taucht Bill Murray auf und dann ist alles zu spät – für die Lachmuskeln.
Abigail Breslin ist auch immer wieder gut. Bei jedem Film in dem sie mitspielt denke ich, man ist die groß geworden. Jetzt weiß ich wie sich die ganzen “alten Leute” meiner Kindheit immer gefühlt haben müssen.
Aber wenn man klein ist verändert man sich halt sehr schnell.
Ich bin gespannt auf Teil 2 der ja schon quasi sicher ist! Ein toller Film! Sehr empfehlenswert. Unbedingt anschauen, falls noch möglich. Ansonsten: Auf dem Medium der Wahl kaufen!
Avatar – Aufbruch nach Pandora
08. Jan
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Regie: James Cameron
Eigentlich wollte ich diesen umhypten selbsternannten Meilenstein der Filmgeschichte garnicht sehen. Denn die Story interessierte mich nicht wirklich. Allerdings wollte ein Kumpel unbedingt rein und ein anderer krönte den Film mit zum besten was er je gesehen hatte. Mein grundsätzliches Interesse an der 3D Technik tat dann noch den Rest und ich war “überredet”.
Im Film selbst lernt man dann dass man sich um die Story eh nicht so viele Gedanken machen sollte, denn die ist nicht so dolle:
Auf dem Planeten Pandora gibt es einen tollen Rohstoff der pro Kilo 2o Millionen Dollar wert ist. Das Problem ist, dass es auf Pandora einen Stamm Ureinwohner, also Aliens, gibt die direkt über dem größten Vorkommen dieses begehrten Rohstoffs ihr Dorf haben. Die Menschen können aber Avatare züchten. Das sind quasi leblose Alienkörper mit einem Schuss menschlicher DNA. Der zur DNA gehörige Mensch kann dann den Avatar steuern und sich mit den Aliens, die sich selbst Na’vi nennen anfreunden. Der im Rollstuhl sitzende ehemalige Marine Jake Sully (Sam Worthington) soll den Avatar der für seinen verstorbenen Bruder gezüchtet wurde steuern. Durch Glück kommt er relativ schnell an die Na’vi heran. Vom Militärchef (Stephen Lang) bekommt er nun den Auftrag die Na’vi dazu zu bringen umzusiedeln, so dass die Menschen an die Rohstoffe unter ihrem Dorf kommen. Ihm werden als Belohnung seine echten Beine versprochen. Allerdings erkennt Jake schnell, dass die Na’vi sich nicht umsiedeln lassen werden. Denn sie sind ein Volk dass im Einklang mit ihrer Umgebung lebt. Sie haben eine Enge Verbindung zu allem was wächst und lebt. An manche Lebensformen können sie sich sogar über Kontakte in ihrem Zopf anschließen. So können sie zum Beispiel Drachen und Pferde per Gedanken reiten und Erinnerungen in einen Baum hochladen. Es ist unausweichlich, dass die Menschen die mit Pfeil und Bogen kämpfenden Na’vi angreifen. Jake muss sich entscheiden ob er weiterhin den Menschen in die Hände arbeitet oder den Na’vi hilft ihre Existenz zu erhalten.
Eigentlich brauche ich das Ende garnicht offen lassen, denn irgendwie kann sich eh jeder denken was passiert. So geht es einem an vielen Stellen des Films. Irgendwie ist alles schonmal da gewesen. Menschen sind böse und raffgierig und zerstören ihre Umwelt und räumen Störenfriede brutal aus dem Weg, nur für ihren eigenen Vorteil. Aber am Ende gewinnt dann doch der schwächere und die bösen Müssen verdutzt heimgehen. Der Zuschauer weiß dann: Aha, die Menschen sind böse und raffgierig …
So, das war die Message die so offensichtlich ist dass es schonwieder langweilig ist. Außerdem bringts eh nix. Denn sie erkennt zwar jeder aber da das nichts reales ist hat das trotzdem für alle nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Vor allem wenn das ganze dann noch so bombastsich verpackt ist wie Avatar.
Der eigentlich Film besteht hauptsächlich aus “durch den Wald rennen” und “kämpfen”. Humoristisch gesehen ist der Film ein Totalausfall. Klar, es will wohl eher ein Actionfilm sein. trotzdem kann man erwarten dass die paar Witzlein die drin sind auch gut sind. Aber als die sterbende Wissenschaftlerin an einem ganz tollen Ort der Na’vi aufwacht ist das erste was sie haucht “Ich muss Proben nehmen!” Woah! Brüller! *gääähn*
Was die Effekte angeht gibts natürlich nix zu mäkeln. Sieht alles super genial aus. Die Welt um die Na’vi herum hat so einen blau-, gelb-, grün-, pink-Glow auf dunkelblau. Das sieht toll aus. Die 3D Technik ist dezent eingesetzt und wirkt meistens schön. Allerdings brauch ich sie nicht. vermutlich hätte ich den Film ohne 3D auch nicht besser oder schlechter gefunden. Auf jeden Fall möchte ich nicht für jeden größeren Film in den nächsten zwei Jahren 10€ bezahlen. Ich hoffe die gibts dann auch immer noch in 2D.
Die Welt der Na’vi ist auch sehr schön angelegt, finde ich. Zwar ist das schon fast etwas zu offensichtlich eine Traumwelt, weil alle so dermaßen miteinander im Einklang leben, aber trotzdem schön anzuschauen, so als Märchen. So zum angucken allein sind die Na’vi Szenen echt genial! Das ist quasi ein gestalterisches Kunstwerk.
Ich hoffe der Film geht nicht als Meilenstein in die Filmgeschichte ein und bekommt nicht so viele Oscars. Für Specialeffects von mir aus, aber sonst? Allerdings siehts momentan leider aus. Finanziell bricht Avatar grade alle Rekorde. Er sollte wenigstens nicht als bester Film 2009 in den Gedächtnissen verankert sein. Diesen Titel hätte eher zum Beispiel Inglourious Basterds verdient.
Storymäßig finde ich den Film richtig schlecht bzw. halt total langweilig. Die Umsetzung ist auch nichts besonderes, nur dass es halt toll aussieht und nicht auf der Erde spielt. Das einzig tolle an dem Film ist das Volk der Na’ri und das Aussehen deren Umgebung. Man könnte sich ausschnitte des Films als animiertes 3D Bild, falls es sowas gäbe, ins Wohnzimmer hängen, als Deko. Aber so als Spielfilm, eindeutig überteuert, überhyped, überbezahlt, überbewertet.
Diane Kruger soll nen Preis bekommen? Waah!
17. Dez
Jetzt muss ich auch mal ranten.
Filmstarts berichtet, dass Diane Kruger für einen SAG-Award nominiert ist. Das ist eine jährliche Auszeichnung die von der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild vergeben wird. Frau Kruger, die eigentlich Heidkrüger heißt, aber ihren Namen verkürzte, weil Heidkrüger für Amis so schwer zu schreiben/Sprechen/merken ist, hat die Nominierung aufgrund ihrer Leistungen in Inglourious Basterds erhalten. Ich fand den Film ja echt gut. Richtig, richtig gut, vielleicht war es mein Film des Jahres. Aber jeder gute Film hat auch eine kleine Schwachstelle. Bei Inglourious Basterds war das für mich eindeutig Diane Kruger. Sie hat nichts schweres spielen müssen. Angeschossen werden und mitleidig tun kann jeder. Und dann noch diese furchtbare Stimme … naja. Es ist ja scheints so, dass viele SAG-Mitglieder auch in der Academy sitzen, welche die Oscars vergibt. Ich hoffe da machen sies besser.
Achja, aber wenigstens ist Christoph Walzt auch für Quentin Tarantinos Inglourious Basterds nominiert. Wenn der nicht alles gewinnt was es zu gewinnen gibt, dann weiß ich auch nicht …
Woody Allen
25. Nov
Seit 1982 bringt Woody Allen jedes Jahr einen Film ins Kino. Aller meistens schreibt er die Drehbücher selbst und spielt manchmal auch noch mit. Dabei sind die entstandenen Filme nie schlecht. Immer mindestens oberes Mittelmaß. Dadurch kann er es sich auch leisten bei jedem Film einige wirkliche Größen der aktuellen Filmlandschaft an Bord zu haben. Zum Beispiel haben schon Scarlett Johansson, Javier Bardem, Penélope Cruz, Hugh Jackman, Michael Caine, Ewan McGregor, Colin Farrell, Max von Sydow und John Turturro in seinen Filmen mitgewirkt.
Am 3. Dezember startet Woody Allens neuer Film “Whatever Works” in den deutschen Kinos. Der Ende 2010 erscheinende “You Will Meet a Tall Dark Stranger” ist bereits abgedreht, und steckt jetzt mitten in der Postproduktion. Allerdings sucht sich Woody Allen nebenher schon den Cast für seinen nächsten Film, der erstmalig in Paris spielen wird, zusammen. Gestern wurde bekannt dass Carla Bruni-Sarkozy darin eine Rolle übernehmen wird!
Ich finde es einfach fantastisch und beeindruckend wie emsig dieser Kerl aus New York gute Filme am Fließband produziert. Bemerkenswert daran ist dass die meisten in der selben Stadt – New York – spielen und dass sie alle das selbe Thema – Liebe – haben. Wie kann man nur solch ein Quell der Kreativität sein. Und nebenher spielt er sogar noch vorzüglich Klarinette.
Fluch der Karibik ohne Johnny Depp?
29. Sep
Dieser Mickey-Mouse-Konzern ist doch bescheuert. Es ist ja eine neue Fluch der Karibik-Trilogie geplant. Was ja grundsätzlich wünschenswert ist. Zumindest wenn der tragende Charakter – Jack Sparrow, gespielt von Johnny Depp – weiter dabei ist. Aber eben der will sich jetzt vielleicht, nachdem sein Kumpel Dick Cook vom Sessel des Disney-Vorsitzenden gekickt wurde, zurückziehen. Teil vier muss er wahrscheinlich aus vertraglichen Gründen noch mit machen. Wobei ich mir sicher bin dass für einen Schauspieler wie Johnny Depp ein leichtes ist auf so einen Vertrag zu scheißen, falls er wirklich keinen Bock mehr hat. Und andererseits ist es fraglich wie gut Fluch der Karibik 4 wird, wenn Johnny Depp keine Lust hat. Naja, auf jeden Fall würde ja dann Teil 5 und 6 ohne Johnny Depp dastehen. Jeder normale Mensch würde jetzt sagen:”Okay, damit ist Fluch der Karibik eben gestorben.” Aber neee, Disney sucht einen Ersatz. Sowohl was den Charakter, als was auch den Schauspieler angeht. Aber da Fluch der Karibik bisher von Johnny Depp getragen wird mit seinen unglaublichen komödiantischen Fähigkeiten, traue ich einem Fluch der Karibik ohne Johnny Depp nicht über den Weg. Das würde ein ganz normaler belangloser irgendwas-Film werden. Dadurch würde die Reihe ( das Franchise
) unnötig vom Thron gehoben.
Der zweite und dritte Teil haben ja schon gezeigt dass sich sowas tolles wie Fluch der Karibik 1 nicht wiederholen lässt. Aber da war wenigstens Johnny Depp dabei. Durch ihn war das alles immernoch sehenswert und wirklich gut und unglaublich lustig!
Ich hoffe dass die sich entweder wieder alle mögen da bei Disney, inklusive Johnny Depp, oder dass sie eben die Reihe nach dem vierten Teil halbwegs glanzvoll beenden!
via Filmstarts.de: Fluch der Karibik: Disney sucht Ersatz für Johnny Depp.
Occupations – Warum man im Kino nicht reden sollte
17. Sep
Ein Kurzfilm von (und mit; der rechte) Lars von Trier!
Public Enemies
15. Aug
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Regie: Michael Mann
Ohoh, ein Film von Michael Mann. Da hab ich ja schonmal miese Erfahrungen gemacht. Aber auch schon bessere und schon richtig gute (Collateral) über die ich noch nix geschrieben hab. Diesmal wars leider eher wieder mies. Aber erstmal kurz die Story.
John Dillinger (Johnny Depp) ist der erfolgreichste Bankräuber der Zeit. Da die Polizei immer nur innerhalb eines Bundesstaats agieren kann, flieht er einfach nur über die Bundesgrenze und ist in Sicherheit. Ein gewisser J. Edgar Hoover (Billy Crudup) findet das doof und setzt seinen besten Mann Melvin Purvis (Christian Bale) auf Dillinger an. Doch er hat auch starke Probleme. Dillinger kann sich immernoch ziemlich frei bewegen. Erst als eine Komplizin von ihm gezwungen wird seinen Aufenthaltsort preiszugeben wird es eng für ihn …
Vermutlich einer schlechtesten Johnny Depp Filme die es gibt. Ich hab gleich drei Handfeste Kritikpunkte.
Gleich zu Anfang ist mir die Kamerführung auf die Nerven gegangen. WackelWackelWackel! Wenn man Wackelkameras gezielt und sparsam einsetzt kann das ja wirklich nett wirken (siehe Miami Vice), aber dauernd und auch total sinnlos und so schön abwechseln. Eine Einstellung mit Wackelkamera und eine mit festgeschraubter Kamera. Später im Film wurde es entweder besser oder ich hab mich dran gewöhnt.
Die Dialoge sind teilweise total bescheuert. “Aber Baby, ich werde zu dir nach Chicago kommen. Denn ich gehöre zu dir wie der Essig zur Gurke… Du weißt das. Sag dass du es weißt.” Naja, so in dem Stil eben.
Und dann drittens: Viel zu langgezogen. Mal wieder. Michael Mann lässt sich gern Zeit. Diesmal gings wieder nicht auf.
Schade. Aus dem Stoff hätte man wirklich was machen können. Da hätte man mal einen Tim Burton oder noch besser Clint Eastwood ran lassen sollen. Aber letzterer hat ja keine Zeit, der will sich zur Ruhe setzen. Buuuh! Collateral war dann wohl ein positiver Ausrutscher vom Herr Mann. Mal sehen ob sowas mal wieder kommt. Johnny Depp kommt auf jeden Fall im Herbst auch schon wieder. Und zwar in Terry Gilliams The Imaginarium of Doctor Parnassus. Da sah der Trailer richtig toll aus. (Und dann kommt da ja auch mal noch Alice im Wunderland
)
Maria, ihm schmeckt’s nicht!
10. Aug
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Regie: Neele Vollmar
Endlich wieder ein neuer Christian Ulmen Film. Die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Jan Weiler.
Jan (Christian Ulmen) möchte seine Freundin Sara (Mina Tander). Problem dabei: Ihr italienischer Vater (Lino Banfi). Er beschließt kurzerhand dass die Hochzeit in Campobello, seinem Heimatdorf, stattfindet. Dort angekommen trifft “der Deutsche” Jan auf die (Groß-)Familie von von Sara. Die ganze Familie hilft bei den Hochzeitsvorbereitungen mit. Es herrscht ein riesiges Chaos welches aber nur Jan wirklich zu belasten scheint. Kurz vor dem Hochzeitstermin treffen auch Jans Eltern ein. Aber zu diesem Zeitpunkt ist Jans Stimmung schon am Siedepunkt angelangt…
Christian Ulmen kann hier mal wieder schön aus sich raus kommen und die ganze Palette seines komischen Talents ausbreiten. Das ist auch im Trailer schon gut zu erahnen. Neben ihm ist Lino Banfi ein ganz großer Gewinn für den Film. Er spielt den typischen Italiener so unglaublich gut. Und das obwohl er kein Wort Deutsch kann. Während dem Dreh hat er seinen Text abgelesen. Ich finde das hat aber dem Film nicht geschadet. Wahrscheinlich hat es eher genützt, weil so noch mehr Italiener in ihm übrig geblieben ist. Seine Figur wird schön vorsichtig mit den üblichen Klischees bestückt. Zum Beispiel fragt er vor dem Ersten Besuch bei Jans Eltern “Sehe gut aus?” und zupft sich am Kragen seines Hemds. Es werden allerdings nicht nur die italienischen Klischees beleuchtet sondern auch die Deutschen kommen zum Zug. Zum Glück nicht so platt à la Lederhose und Sauerkraut, sondern eher was Ausdruck der Lebenfreude, Pünktlichkeit und Höflichkeit/Zurückhaltung angeht. Es werdena ber nciht einfach Klischees ausgeschlachtet weils grad witzig ist, sie werden schon miteinander verglichen und es ist erkennbar wenn irgendwas zwar lustig aber eigentlich in der Praxis nicht so toll ist.
Wie genau der Film der Buchvorlage folgt, kann ich nicht sagen. Ich habs nicht gelesen/gehört. Aber da Jan Weiler das Drehbuch mitgeschrieben hat und auch selbst in einer klitzekleinen Rolle mitspielt kanns nicht total daneben sein.
Ein wunderbarer Kinofilm an dem Italienlienliebhaber genau so wie -hasser gefallen finden sollten.
Ice Age 3
20. Jul
Rating: 








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Regie: Carlos Saldanha
Endlich kam der dritte Teil der Ice Age Serie (A-Blogger würden jetzt ” des Ice Age Franchise’” schreiben
) in die Kinos. Ich hatte mich ja schon seit dem ersten Teaser drauf gefreut. Und was soll ich sagen… wahrlich keine Enttäuschung.
Die Mammut-Familie bestehend aus zwei Opossums und anderthalb Mammuts steht in voller Blüte. Elli erwartet ein Kind. Manni ist deshalb schon ganz aufgeregt und bläst beim kleinsten Anzeichen Alarm. Sid fühlt sich wegen dem ganzen Mammut Trubel etwas vernachlässigt. Als Diego dann auch noch beschließt die “Herde” zu verlassen ist er der Verzweiflung nahe. Aber ein Sid gibt so schnell nicht auf. Und wie das Schicksal so will fallen ihm drei Eier vor die Füße. Drei große Eier. Aber das kümmert Sid nicht, in seiner Verfassung haben diese drei zukünftigen putzigen Geschöpfe voll seinen Mutterinstinkt geweckt. Er missachtet die Ratschläge von Manni und behält die Eier. Jedoch stellt sich schnell heraus dass Sid nicht die passende Mutter für die drei kleinen Dinosaurier ist, die in ihrem zarten Alter schon einen ganzen Sid zum Frühstück verputzen könnten. Die echte Mami läßt auch nicht lange auf sich warten. Sie nimmt nicht nur ihre Babies mit, sondern auch Sid. Das hilft allerdings der zerbrechenden Herde wieder zusammen und gemeinsam machen sie sich auf in die noch unbekannte Dinosaurierwelt um Sid zu retten…
Der Beschreibung kann man schon entnehmen, dass doch einiges los ist. Ging es in Ice Age 2 einfach nur darum zu dieser überdimensionalen Nussschale zu kommen um nicht zu ertrinken muss in Ice Age 3 die Herde gerettet werden, Sid gerettet werden und ein Mammut geboren werden. Dabei ist die Lacher-Dichte auch wieder deutlich höher. Die Witze sind wieder witziger. Also leicht subtiler. Natürlich darf man keine total tiefgehende Humorstruktur erwarten, es handelt sich immernoch um einen Kinderfilm. Aber es ist eben ein sehr guter Kinderfilm. Wenn man sich darauf einlassen kann funktioniert das super. Ich glaube ich habe seit Horton hört ein Hu (hmm, auch ein BlueSky-Film) nciht mehr so herzhaft gelacht. Vor allem an einer Stelle. Ich sag nur Lachgas. Ein kleiner Auszug:
Eddie: Ich pinkle Nachts manchmal in mein Bett! Hahahaa!
Crash: Ich pinkle Nachts auch manchmal in dein Bett! Hahahahaaa!
Toll, oder?
Zur Erinnerung: Eddie und Crash sind Ellies “Brüder” – die beiden Opossums.
Ansonsten finden sich wieder viele viele Kleinigkeiten und Anspielungen. Wie bei BlueSky-Filmen so üblich. Diesmal sehr viel was in Richtung Erziehung und Beziehungen geht. Klischees werden nicht nur durchgekaut, sondern unterstrichen oder so überspitzt bestätigt, dass sie eigentlich widerlegt sind. Das zeigt dass man nicht nur platte Schenkelklopfer vom Band laufen lassen wollte, was einfach gewesen wäre, sondern dass man die Qualität der bisherigen Filme beibehalten wollte. Das hat auch super geklappt. Ich finde Ice Age 3 wieder besser als den zweiten Teil. Der erste bleibt aber vermutlich unerreicht. Zumal ich die Story des vierten Teils, die kürzlich grob bekannt wurde, doch eher skeptisch betrachte. Die “Herde” soll nämlich eingefroren werden und in der heutigen Zeit wieder aufwachen. Hört sich nach ausschlachten und nach “Nachts im Museum” an. Ich hoffe es ist trotzdem lustig. Bis 2011 dann!
Kommissar Bellamy
16. Jul
Rating: 








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Regie: Claude Chabrol
Ich glaube ich habe den hochgelobten Gérard Depardieu noch nie in einem ernsthaften Film gesehen, wobei er ja durch solche berühmt wurde! Bisher hab ich ihn nur in dem doofen Film “Ruby und Quentin” und in den realverfilmungen von Asterix erlebt. Diesmal also ein “Kriminalfilm” wie der Vorführer zu Beginn der Vorführung so schön sagte.
Kommissar Bellamy (Gérard Depardieu) und seine Frau Francoise (Marie Bunel) machen Urlaub in Francoises Elternhaus am Mittelmeer. Seit Tagen schleicht ein Unbekannter (Jacques Gamblin) durch den Garten. Irgendwann traut er sich zu klingeln und verlangt Kommissar Bellamy zu sprechen. Weil er nie ganz von seinem Job lassen kann und ihn der Kerl interessiert nimmt er sich der Sache an. Der Fremde erzählt er habe etwas schreckliches gemacht bzw. eigentlich auch nicht. Er berichtet verwirrende Dinge und Halbwahrheiten. Kommissar Bellamy fasziniert das nur noch mehr…
Ein erfrischender französischer Film. Man merkt dass es sich um einen französischen Film handelt. An manchen Stellen ist der eigentlich normale Film plötzlich total absurd, dass man weiß “aha, damit wollte der Regisseur etwas ausdrücken”, aber man weiß nicht was es sein soll. Den Film unterscheidet von einem normalen Krimi, dass man Bellamy quasi den ganzen Film über bei allem was er treibt begleitet. Sei es privat oder bei seinen Nachforschungen. So kommt man auch hinter seine eignen Sorgen und Problemchen die er zum Beispiel mit seinem jüngeren Bruder (Clovis Cornillac) hat. Der hat mich sowohl vom Aussehen her, als auch von seiner Spielweise her an Leonardo di Caprio erinnert. Der hat auch schon ähnliche Typen gespielt, zum Beispiel als Howard Hughes in Aviator. Gérard Depardieu spielt so wie man es vom ihm erwartet – gut. Ganz toll fand ich, wie auch schon bei C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben Jacques Gamblin. Der kann so wudnerbar selbsironisch-melancholische Typen spielen. Toll!
Radio Rock Relovution
17. Jun
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Schon seit ewigen Zeiten hab ich nicht mehr über einen Film geschrieben. Das soll sich wieder ändern. Darum fang ich mit einem an den ich in letzter Zeit besonders herausragend fand.
In Radio Rock Revolution betreiben einige Verrückte in den sechzigern einen Piratenradiosender in der Nordsee vor der britischen Küste. Denn die britischen Radiosender senden keine “assoziale Hippie-Musik”. Der Piratensender hat eine riesige Fangemeinde von Teenie bis Oma am Herd. Daher wird der Sender von “Kapitän” Quentin (Bill Nighy) der Regierung bald ein Dorn im Auge. Sie setzt einen unglaublich spießigen Minister (Kenneth Branagh) darauf an der wiederum einen nicht so ganz überzeugt zu sein scheinenden Untergebenen, der auf seine Karriere bedacht ist, dafür abstellt. Das Radio weiß sich aber immer wieder zu helfen und lebt so richtig schön Hippie-mäßig in den Tag hinein…
Wenn man Hippies mag und sich für die zeit damals interessiert ist das ein unglaublich tolles feel good movie. Harrr… ein unglaublich tolles Gefühl umgibt einen da während des Films. Man fühlt sich wie wenn man alles machen kann worauf man Lust hat, dass man niemandem Rechenschaft abgelegen muss, niemandem was beweisen muss, man kann einfach so sein wie man ist.
Dieses Gefühl wird übermittelt durch die wunderbare alte Musik die in einer sehr hohen Anzahl mit dem richtigen Timing eingesetzt wird.
Außerdem wichtig sind die tollen Klamotten die die anhaben. Heiraten auf einem Boot in einem Bunten zusammengeflickten Anzug. Da würd ich vielleicht sogar heiraten!
Außerdem wichtig sind natürlich die Schauspieler. Bill Nighy mag ich ja sowieso spätestens seit Tatsächlich Liebe. Der spielt zwar immer sehr ähnlich. Seinem debilen Lächeln kann ich keines Falls widerstehen. Diesem Gesichtsausdruck bin ich regelrecht verfallen! Er bringt immer durch nur weniger Gesichtsausdrücke eine ganze Welle sympathischen kumpelhaft-unterstützenden Humor zum Ausdruck. Das kenne ich von keinem anderen Schauspieler.
Philip Seymour Hoffman wird immer vielseitiger. So lange ist der irgendwie noch nicht auf (meiner) der Bildfläche. Aber er hat alles schonmal gespielt. Dabei fällt auf: Immer wirklich sehr gut und überzeugend. Man nimmt ihm alles ab, auch wenn er oft nur die zweite Hauptperson spielt. Die Rolle als Count, als angestammter DJ beim Piratensender passt noch dazu äußerst gut zu ihm. Ein bärtiger, rundlicher und doch sehr agiler Stimmungsmacher. Hört sich an wie für ihn geschrieben.
Ganz toll war auch Kenneth Branagh als Minister Dormandy. Den kannte ich bisher nicht. Aber er bringt das britishe Beamtentum so dermaßen auf die Spitze dass man eigentlich platzen müsste. Der Hammer ist als Familie Dormandy an irgendeinem Feiertag am Essentisch sitzen der Gast hat ein komisches lila Hütchen auf und Minister Dormandy ließt einen Witz vor. Zum niederbrechen!
Super fand ich auch Rhys Ifans, den ich aus Little Nicky kannte. Er hat mich so in seiner Rolle als supercooler berühmter DJ an Hugh Grant erinnert. Der hätte sich sicher auch gut gemacht in dieser Rolle!
Nicht zu vergessen Simon Pegg-Kumpel Nick Frost. Der hat zwar nicht so die tolle Rolle, macht sich darin aber gut.
Joa, supa Film zum tanzen und wohl fühlen und abgehen und sich inspirieren lassen! Für mich eindeutig Kauf-würdig!
Die Filmmusik ist übrigens auch echt kaufenswert. Eine schöne Sammlung vieler alter Klassiker die man immer mal wieder hört und nicht so recht weiß wo sie hingehören.
Neuer (Kino)Film mit Christian Ulmen
13. Apr
Endlich gibt es einen neuen Film mit Christian Ulmen! Hach was freu ich mich. Schön öfters klang es ja hier an, dass ich den als Schauspieler total genial finde. Zum Beispiel in Elementarteilchen oder Der Fischer und seine Frau. Aber leider hat er sich ja jetzt ne ganze Weile mit dem UlmenTV alias “Mein neuer Freund – Reloaded” aufgehalten. Jetzt endlich mal wieder nen Kinofilm. Soll Männerherzen heißen. Til Schweiger spielt mal wieder sich selbst. Mal sehen wie das dann insgesamt so wird.
Siehe auch “Maria, ihm schmeckt’s nicht!“.







