1 Mord für 2

[xrr rating=8/10]

1 Mord für 2

via http://www.moviegod.de

IMDb • Trailer • Amazon DVD • Amazon OST • Patrick Doyle - 1 Mord Für 2

Zwei Männer lieben die selbe Frau. Der junge Milo Tindle (Jude Law) besucht den reichen Schriftstellen Andrew Wyke (Michael Caine) in seiner Villa um ihn davon zu überzeugen sich von seiner Frau Maggie scheiden zu lassen damit Milo und Maggie heiraten können. Nach einigem Geplänkel  schlägt Wyke Milo jedoch einen Deal vor. Er soll einbrechen und wertvollen Schmuck stehlen um Maggie zu bekommen. Milo bekommt den wertvollen Schmuck und Wyke die Versicherungssumme. Doch Wyke spielt mit Milo ein sadistisches Spiel. Doch Milo weiß sich überraschenderweise sehr wohl zu wehren.

Der beste Teil des Film ist meiner Ansicht nach der Anfang. Milo kommt in Andrews Anwesen, die beiden machen sich miteinander bekannt und small talken etwas. Dasist so unglaublich witzig. 

A: Sind Sie mit dem Zug gekommen?
M: Nein, mit dem Wagen.
A: Mit dem kleinen da?
M: Der große ist nicht meiner .
A: Stimmt, das ist meiner. Er ist schön nicht? 

Das wird so trocken vorgetragen. Genial! Des weiteren ist die Selbstgefälligkeit mit der Michael Caine den Andrew Wyke spielt einfach toll. Er meint er sei der tollste und Milo sei ein kleiner Dummkopf. Er möchte ihn an der Nase herumführen. Anfangs klappt das auch noch gut. Anfangs ist auch noch klar wann die beiden ihr seltsames Spiel spielen und wann nicht. Jedoch langsam aber sicher vermischt sich das zusehends. Am Ende weiß man nicht mehr was Spiel und was echt ist. 

Unglaublich ist die Leistung der beiden Schauspieler. Sie sind die einzigen die in dem ganzen Film mitspielen. Sie sind quasi immer zu sehen. Die ganzen 84 Minuten lang. Alles spielt sich auf Wykes Anwesen ab. Jude Law kann bei dem Film mal richtig zeigen was er drauf hat. Michael Caine hat im selben Film schonmal 1972 mitgespielt. Nur als die andere Person. Daher war der Film für ihn sicher nochmal interessanter. Trotz dass “1 Mord für 2″ immer im selben haus spielt und nur zwei Schauspieler drin vorkommen ist er interessant. Er lebt einerseits von den Schauspielerischen Leistungen zum Großteil. Andererseits aber auch von dem absurden Witz den die sich ständig ändernden Charaktere an den Tag legen.

The International

[xrr rating=6/10]

The International

via http://www.outnow.ch

Website • IMDb • Trailer • Amazon OST • Tom Tykwer, Johnny Klimek & Reinhold Heil - The International (Original Motion Picture Soundtrack)

Interessiert hat mich an diesem Film hauptsächlich dass er von Tom Tykwer ist. Seit “Lola rennt” finde ich den genial. “Der Krieger und die Kaiserin” unterstützt diesen Eindruck. Und “Das Parfum” war zwar nicht ganz so toll, aber auch ziemlich gut. Wenn der Film nicht von Tom Tykwer gewesen wäre hätte ich “The International” vermutlich nur für einen typischen Hollywood Actionfilm gehalten. 

War er dann aber auch. Gut es spielt Clive Owen mit. Den fand ich in “Shoot ‘Em Up” zwar toll. Aber vermutlich hätte ich jeden toll gefunden der da von der Karotte abbeisst. In der ersten Sequenz von The International sieht man eine Portraitaufnahme von Clive Owen. Und das relativ lange. Ich hab jeden Moment drauf gewartet dass er von seiner gelben Rübe abbeisst. :-) Hatter aber leider nicht gemacht.

Zur Handlung sei gesagt dass es eben um eine böse Bank namens IBBC – quasi eine BadBank (höhö) – geht, die Agent Salinger (Clive Owen) und Agent Whitman (Naomi Watts) von Interpol wehement bekämpfen. leider sind sie damit die einzigen die sich wirklich langfristig trauen etwas zu unternehmen. Die Bank unter der Führung von Jonas Skarssen (Ulrich Thomsen) ist nämlich einerseits allseits gefürchtet, andererseits dient sie sowohl den “bösen” und den “guten” für allerlei dunkle Geschäfte. 

Richtig gefreut hat mich ja der Ulrich Thomsen alias Jonas Skarsson. Denn der hat bei “Lulu und Jimi” den tollen Harry Hass gespielt. Hier war er auch wieder gut, aber hatte ja leider nicht so den Raum sein Können unter Beweis zu stellen. Clive Owen und Naomi Watts sind guter Durchschnitt so wie immer. Armin Müller-Stahl überzeugt in der Verhör-Szene mit einem durchdringenden Blick. Insgesamt fehlt dem Film halt irgendwie der Pfiff. Man hätte irgendeine unerwartete Wendung einbauen können. Z.B. Skarsson ist ein verdeckter Agent vom Mossad und versucht eigentlich selbst schon seit Jahren die IBBC zu Fall zu bringen oder hat sich alternativ von der Macht des Chef-Postens einlullen lassen… irgendwie so. Aber so steuert das ganze halt ziemlich direkt auf ein eindeutiges Ende zu. Ab und zu kommt zwar mal ein Kronzeuge ums Leben aber man findet schon schnell Ersatz. Die ellenlange Schiesserei im Guggenheim-Museum in New York empfand ich zudem nach einiger Zeit eher langweilig. So bissl Geballer ist ja nett. Aber über Minuten macht das höchstens im Computerspiel Spaß! :-)

Zusammenfassend lässt sich sagen dass “The International” einen durchaus unterhält aber man nimmt aus dem Film jetzt nichts mit. Man ist danach nicht schlauer, man fühlt sich nicht besser, es wird keine Kreativität in einem geweckt. Einfach nur Unterhaltung für die Zeit seiner Dauer.

Der fremde Sohn

[xrr rating=8/10]

Der fremde Sohn

via http://www.moviegod.de

WebsiteIMDb • Trailer • Wahre Geschichte • Amazon DVD • Amazon OST • Clint Eastwood - Changeling (Original Motion Picture Soundtrack)

Los Angeles 1928. Christine Collins (Angelina Jolie) muss für jemanden in der Arbeit einspringen. Sie lässt ihren Sohn Walter (Gattlin Griffith) allein daheim. Als sie wieder kommt ist er verschwunden. Sie schaltet die Polizei ein. Nach fünf Monaten bringt Captain J. J. Jones (Jeffrey Donovan) ihren Sohn zurück. Doch es ist nicht ihr Sohn. Doch Jones schägt ihr vor den fremden Jungen (Devon Conti) mal für ein paar Wochen “auszuprobieren”. Denn er hat sich ja sicher sehr verändert in den fünf Monaten. Doch sie bleibt bei ihrer Meinung. Das LAPD allerdings auch. Irgendwann schlatet sich Reverent Gustav Briegleb (John Malkovich) ein. Der kämpft schon lange dafür dass die Wahrheit über das LAPD ans Licht kommt. Denn seit dem Chief James E. Davis (Colm Feore) Chef des LAPD ist hat Korruption, Machthunger und Ungerechtigkeit in Los Angeles Einzug gehalten. Christine Collins versucht nun Jones  mit Hilfe der Presse die Hölle heiß zu machen damit er seinen Fehler zugibt und weiter nach ihrem Jungen sucht. Doch er weißt sie kurzerhand in die Psychiatrie ein. Während dessen kommt unabhängig davon im Norden Los Angeles’ ein Kindermordfall ans Licht. Und es stellt sich heraus dass Walter wohl auch dabei war. Daraufhin wird Collins freigelassen. zusammen mit Reverent Briegleb und einem der besten Anwälte dieser Zeit strengt sie einen Gerichtsprozess gegen das LAPD an der ein vorher nie gesehenes Interesse hervorruft.

Der Film hat seine beabsichtigte Wirkung. Man wird erdrückt von der Brutalität des Kindermörders dem der Prozess parallel gemacht wird. Die Aufopferung von Christine Collins ist überwältigend. Und es rollen einem sich die Fingernägel hoch ob der Feigheit des LAPD. Jedoch drückt Clint Eastwood manchmal fast etwas zu stark auf die Tränendrüse finde ich. Da könnte man sich eher um das geschehen kümmern. 

Besonders gefreut hab ich mich über John Malkovich. Ich mag den irgendwie. Der spielt nämlich auch alles. Total verrückte Typen und seriöse Männer. Alles bekommt er genial hin. Zwar hatte er in dem Film jetzt nicht so viel zu tun aber seine wenigen Szenen waren brillant finde ich. Der bringt so eine Ausstrahlung rüber die einen sofort in seinen Bann zieht auch wenn es sich nur um Lappalien handelt.

Wunderbar finde ich zu sehen wie sich Angelina Jolie so entwickelt. Neben hirnlosen rasanten Actionfilmen wie Wanted überzeugt sie auch in anspruchvollen Filmen wie diesem. Und sie macht immer eine gute Figur. Manchmal im wahrsten Sinne des Wortes. Ob sie jedoch den Oscar verdient hat? Ich würds ja cool finden wenn sie und ihr Mann einen bekommen würden. Einfach nur so. :-) Wobei ich ja glaube dass ihn Meryl Streep mindestens genau so verdient hätte, mal wieder! :-) Wir werden sehen. Ich glaube dieses Jahr tu ich mir die Oscar-Nacht mal wieder an.

Der Film basiert wie man weiß auf einer wahren Begebenheit. Achtung Spoiler-haltig! Alles wurde relativ genau übernommen, so wie ich das beurteilen kann. Einige Kleinigkeiten stimmen nicht so ganz. Zum Beispiel kam Walter von einem Kinobesucht nicht nach Hause und Christine Collins wurde freigelassen weil der falsche Sohn in dieser Zeit von Captain Jones nochmal verhört wurde und zugegeben hat dass er Arthur Hutchins Jr. ist. Sanford Clark wurde auch von Northcott geschlagen und missbraucht. Walter Collins wurde von Sarah Louise Northcott umgebracht von der Gordon Northcott dachte sie sei seine Mutter, aber während des Gerichtsverfahrens kam heraus dass Sarah Louise Northcott nciht die Mutter von Gordon war, sondern seine Oma. Gordon entstand durch Inzest den Sarah Louises Mann Cyruss George Northcott an ihrer gemeinsamen Tochter Winifred verübt. Außerdem gab Sarah Louise zu dass Gordon als Kind von der gesamten Familie missbrucht wurde. Alles genau nachzulesen bei Wikipedia. Übrigens steht die Ranch heute noch und da wohnt auch jemand drin. Und zumindest damals wurden die Hühnerställe in denen die Kinder festgehalten wurden nicht entfernt. :roll: Dafür wurde die Statt von Wineville in Mira Loma umbenannt.
Ganz schreckliche Geschichte ist das.

Der seltsame Fall des Benjamin Button

[xrr rating=7/10]

Benjamin Button

via www.outnow.ch

WebsiteIMDb • Trailer • BuchvorlageAmazon DVD • Amazon OST • Benjamin Button - The Curious Case of Benjamin Button (Music from the Motion Picture)

Habe ich euch schon erzählt, dass ich sieben Mal in meinem Leben vom Blitz getroffen wurde?

Am Freitag war ich endlich in dem von mir heiß ersehnten Benjamin Button. Man könnte ja denken, an dem Film ist nichts besonderes. Weil der Kerl lebt halt rückwärts. Super. Aber daraus einen 166 Minütigen Film basteln? Ja ich hatte da auch so meine Zweifel. Geht aber. Denn der Benjamin (Brad Pitt) wächst ja unter anderen Umständen auf. Er wird als Kind ja dauernd für einen alten Mann gehalten. Was es ihm sehr schwer macht seine Kindheit auszuleben. Die Tatsache dass er in einem Sterbehaus aufwächst macht den Film nochmal interessanter, denn der Tod ist ein ständiger Begleiter. Am Anfangs eines Lebens erwarten auch alle, auch er, dass er bald stirbt. Benjamin ist dort mit lauter erfahrenen Menschen zusammen und von manchen lernt er so einiges fürs Leben. Zum Beispiel dass es nicht darauf ankommt dass man etwas besonders gut kann, sondern was man dabei fühlt! Benjamin lernt auf seinem umgekehrten Lebensweg immer wieder Menschen kennen die ihn weiterbringen, von denen er etwas lernt. Er erlebt eigentlich auch nie Rückschläge. Es geht immer vorwärts für ihn. Zumindest solange bis sein Körper halt wieder abbaut. Seine Liebe zu Daisy (Cate Blanchett) gestaltet sich auch als schwierig. Als sie sich als Kinder kennenlernen ist sie eine der wenigen die ihn versteht und merken dass er etwas besonderes ist. Aber als sie sich nach Jahren wieder sehen ist sie eine junge aufstrebende verrückte Tänzerin und er immer noch ein älterer Herr. Das geht da noch nicht so recht zusammen. Ein paar Jahre später treffen sie sich vom Alter her in der Mitte. Und da klappts dann auch. Sie hat ihren jugendlichen Leichtsinn abgelegt und er hat seinen Alt-Herren-Charme verloren. Sie stürzen sich also in eine wilde Beziehung die wohl typisch für die Hippie-Zeit sein soll, was mit Beatles im Fernsehen glaubhaft gemacht wird. :-) Jedoch ist Daisy irgendwann schwanger und als die ihre gemeinsame Tochter da ist merkt Benjamin, dass er für seine Tochter kein richtiger Vater sein kann, weil er ihr eher ein Spielkamerad wäre. 

So jetzt muss ich aufhören sonst wirds zu spoilerig. :-) Der Film ist auf jeden Fall interessanter als man sich im ersten Moment vorstellen kann. Ich finde ihn sogar sehr sehenswert. Aber leider ist er manchmal etwas zu lang. Man hätte einige Stellen durchaus etwas straffen können. Zum Beispiel als Benjamin sich im zweiten Weltkrieg befindet. Oder die Vorgeschichte mit der Uhr des Monsieur Geteau. Im übrigen wird die Geschichte vorgetragen von Benjamins Tochter (Joeanna Sayler) die der im Sterben liegenden Daisy aus Benjamins Tagebuch vorließt. Am Anfang erzählt Daisy mit gebrechlicher Stimme ein gutes Stück erstmal selbst. Das war mir fast auch schon zu lang. Weil in nem Film 10 Minuten einer alten Frau zuzuhören die kaum noch sprechen kann ist ziemlich anstrengend. Hätte man auch anders machen können.

Der Pitt und die Frau Blanchett spielen übrigens schön toll. Wobei ich Cate Blanchett als Galadriel immernoch am besten fand. Ob der Brad Pitt für Benjamin Button einen Oscar verdient hätte ist schwer zu sagen. Denn man weiß ja nicht welche Szenen er alle selbst gespielt hat. Die als alter 150 cm großer Mann wohl eher nicht. In den Szenen in denen man ihn als Brad Pitt erkennt spielt er zwar sehr gut aber nicht total überragend. Nunja, ich hab ja die anderen Nominierten Filme nicht gesehen. Aber trotzdem denke ich dass David Fincher den Oscar für die beste Regie nicht verdient hat. Denn es war ja dann doch etwas langwierig inszeniert und auch nichts besonderes. Da sollte eher F. Scott Fitzgerald nen Oscar für das beste Drehbuch bzw. Idee bekommen, aber der ist ja seit 40 Jahren Tod.

Kleines Fazit: Grundsätzlich sehr gut, aber 40 min kürzer.

Zeiten des Aufruhrs

[xrr rating=6/10]

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via www.einslive.de

Website (en) • IMDb • Trailer • Amazon DVD • Amazon OST • Thomas Newman - Revolutionary Road (Original Music of the Motion Picture)

Ein Anspruchsvoller Film mit Leonardo DiCaprio. Das muss ja eigentlich super sein. Ist es eigentlich auch. Wenn da nicht diese Kate Winslet wäre die auch immer mal wieder vorkommt. 

50er Jahre. Die Wheelers – ein junges Ehepaar –  leben augenscheinlich glücklich in einem netten Häuschen am Rande New Yorks. Zumindest Frank (Leonardo DiCaprio) wollte früher mal die Welt sehen. Er sagt in einer Rückblendung “Ich will die Welt spühren!”. Doch jetzt haben sie Kinder, April (Kate Winslet) arbeitet verzweifelt an ihrer Schauspielkarriere. Was sich aber mit ihrem geringen Talent als schwierig herausstellt. Er arbeitet in der selben Firma wie sein Vater am Schreibtisch und langweilt sich täglich zu Tode. Eines Tages kommt ihr die Idee man könnte doch mal was ganz verrücktes machen. Nach Paris ziehen. Hier alles stehen und liegen lassen und einfach nach Paris ziehen. Am Anfang sind sie ganz euphorisch. Die Wheelers haben einen heiden Spaß daran ihre Bekannten und Pseudo-Freunde mit dieser damals wirklich ungewöhnlichen Idee vor den Kopf zu stoßen. Doch es kommen ihnen auch Zweifel und Angst vor einem Neubeginn spielt wohl auch mit. April erwartet außerdem ein drittes Kind und Frank bekommt einen neuen besseren Job angeboten. Die fixe Idee wird also doch abgeblasen. Frank kommt damit wohl ganz gut klar. Aber April verkraftet das weitaus schlechter. Sie verändert sich völlig.

Ab und zu  kommen die Vermieter mit ihrem Sohn John (Michael Shannon) zu besuch. Der befindet sich selbst in psychiatrischer Behandlung. Als die Wheelers noch überzeugt sind von ihren weitreichenden Umzugsplänen fühlen sie sich von ihm als einziger verstanden. Als sie jedoch später umgeplant haben dreht Frank fast durch als John spitzfindige Bemerkungen macht und vermutlich das ausspricht was die beiden insgeheim denken. Aber das ist so genial. Die beste Stelle im Film. Als der ihnen alles an den Kopf wirft was sie doch nicht schaffen. der haut so wunderbar verbal volle Kane auf den Putz. Ich liebe sowas. :-) Toller Schauspieler!

Lustig ist ja das Kate Winslet eine talentlose Schauspielerin spielt. War bestimmt nicht schwer. :-) Nein das war fies. manche finden an der ja doch ziemlich viel. Ich finde die wirkt immer wenn sie einen durch die Kamera durch anschaut wie wenn sie sagen will:”Schau her ich bin eine Top-Schauspielerin und spiele ausschließlich höchst anspruchsvolle Rollen.” Außerdem glaube ich der einfach nix. Ich kann der keinen Charakter abnehmen. Die kann sich meiner Meinung nach sehr schlecht in Charaktere reinversetzen. Ich vergesse nie dass das Kate Winslet ist. Immer wenn die wieder auftaucht im Film denke ich, ahja die Kate spielt in nem Film…. und eigentlich lasse ich mich sehr leicht von jemand “verzaubern”. Also im Film. :-)  

ganz anders dagegen Leonardo DiCaprio. Der ist wirklich ein Top-Schauspieler. Und dem nehme ich das auch ab. :-) Vielleicht ist Kate Winslet neben Leonardo DiCaprio auch ganz einfach verblasst. 

Übrigens merkt man schon dass der Film vom selben Regisseur (Sam Mendes) ist der auch American Beauty gemacht hat. Nur war American Beauty viiieeel einfühlsamer und ging deutlich mehr unter die Haut! “Zeiten des Aufruhrs” wirkt da eher wie ein Kurzfilm-Vergleich der einige Jahrzente zuvor spielt.

Also der Film hätte von mir sicher 8/10 bekommen, wenn mich die Frau Winslet nicht so genervt hätte. Vielleicht sollte ich mir mal noch “Der Vorleser” anschauen. Da soll sie ja toll sein, was man so hört…

Lulu und Jimi

[xrr rating=8/10]

Lulu und Jimi Plakat

via http://www.outnow.ch

Soundtrack • TrailerIMDb

Lulu (Jennifer Decker) – die Tochter einer Fabrikantenfamilie – ist eigentlich fest Ernst (Bastian Pastewka) versprochen. Ebenfalls ein Kind reicher Eltern. Doch Lulu lernt auf einem Rummel den schwarzen Jimi (Ray Fearon) kennen. In den 50er Jahren ist das damals ein Skandal. Eine weiße darf nicht mit einem Neger zusammen sein. Lulus tyrannische Mutter (Katrin Saß) tut alles um Lulu davon abzubringen. Doch Lulu lässt sich nicht unterkriegen. Doch auf einer Party greift Lulus leicht gestörter Bruder Richard (Simon Böer) Jimi mit einem Messer an weil er es nicht mitansehen kann wie jemand seine Schwetser berührt. Jimi muss sich wehren. Im Kampf fällt Richard auf einen umgedrehten Stöckelschuh und ist seither Querschnittsgelähmt. Jimi wird daraufhin erstmal festgenommen, doch Lulu sagt für ihn aus und er kommt wieder frei. Daraufhin wird Lulu von ihrer Mutter daheim eingesperrt. Jedoch verweigert sie das Essen. Deswegen sucht ihre Mutter mit ihr den Psychiater von Oppeln (Hans-Michael Rehberg) auf. Der versucht sie mithilfe einer seltsamen Spritze und Hypnose zu manipulieren. Irgendwann taucht Jimi wieder auf. Sie verabreden sich eines Nachts und reissen aus. Lulu will endlich mit Jimi frei sein. Er hat für sie beide eine Schiffsüberfahrt nach Amerika – seine Heimat – gebucht. Doch Lulus Mutter gibt natürlich nicht auf…

Sehr absurde Deutsche Komödien-Thriller-Drama-Romanze. :-) Ich mochte ja den einen David Lynch Film nicht den ich bisher gesehen habe. Lost Highway war das glaub ich. Aber der Film jetzt soll ja im David Lynch Stil gewesen sein. Von daher sollte ich mir vielleicht doch nochmal nen Film von ihm anschauen.
Genial gespielt in diesem Film ist Harry Hass von Ulrich Thomsen. Er verhält sich immer konträr zu seinen Aussagen. Er sagt zum Beispiel “Ich hab ihn erschossen!” und schmunzelt dabei als würde er sagen:”Ich hab dir einen Blumenstrauß gekauft!” :-) Und dann dazu dieser seltsame Dialekt und dieser furchtbare dünne Oberlippenbart. Genial!
Außerdem mag ich auch Rolf Zacher als Lulus Vater. Der kommt zwar nicht oft vor. Aber irgendwie mag ich den als Schauspieler allgemein.
Echt gefreut hab ich mich auch über Bastian Pastewka als Ernst. Der passt so toll in diese Rolle. Und dann ganz am Anfang auch noch der Verweis mit den Rosen! Hach… :-D  

Also unbedingt anschauen wenn man absurd-witzige Filme mit Thriller- und Schnulz-Elementen mag! :-)

Die Buddenbrooks

[xrr rating=7/10]

Buddenbrooks Filmplakat

via http://www.filmstarts.de

Dieser Film hat mich interessiert ob seiner quasi ständigen Aktualität und wegen der Zeit in der er spielt. Wie es da wohl so war mit der Gesellschaft und dem Handel…

Die erfolgreiche Lübecker Kaufmanns-Familie Buddenbrook ist neben einem einzigen Nebenbuhler die anerkannteste Familie der Stadt. Erfolgreiche Firma, aussichtsreiche Erben, Tochter im heiratsfähigen Alter und am wichtigsten: Die Firma brummt! Tochter Tony (Jessica Schwarz) soll gegen ihren Willen verheiratet werden. Und zwar mit dem anständigen Hamburger Kaufmann Bendix Grünlich (Justus von Dohnanyi). Eigentlich würde sie gern auf den bürgerlichen Morten (Alexander Fehling) warten den sie im Urlaub an der Ostsee kennengelernt hat, beugt sich allerdings am Ende doch dem Wohl der Familie. Die Ehe geht aber eh nicht lange gut. Es stellt sich heraus dass Gründlich bankrott ist und er Tony nur wegen ihrer Mitgift geheiratet hat. Ihr Vater Jean Buddenbrook (Armin Mueller-Stahl) holt sie nach diesem Verlustgeschäft wieder nach Hause. Doch der Familien-Patriarch und Firmenchef Jean merkt langsam dass er älter wird und kleine Fehler macht. Daher überschreibt er die Firma seinem ältesten Sohn Thomas (Mark Waschke). Der verheiratet sich  kurz darauf mit der wunderschönen Holländerin Gerda (Léa Bosco). Die kommt übrigens praktischerweise aus reichem Hause und bringt eine sehr hohe Mitgift mit. Thomas’ Bruder Christian (August Diehl) verhält sich seit er aus England zurück ist verhältnismäßig seltsam. Er entwickelt sich zum Hypochonder und macht Schulden. Als er schließlich mit einer “minderwertigen” Schauspielerin ein Kind hat wird er aus dem haus geworfen und die restlichen Familienmitglieder wollen es nicht wahr haben, dass er ein solches Kind hat. Tony verheiratet sich unterdessen zum zweiten Mal. Diesmal sogar aus eigenem Willen. Sie zieht mit dem lustigen bodenständigen Münchner Kaufmann Alois Permaneder (Martin Feifel) in seine Heimat. Allerdings betrügt er sie schon bald mit der Dienstmagd, weswegen Tony schon bald wieder in Lübeck ist. Gerda hat Thomas einen Stammhalter geboren. Hanno Buddenbrook wird von seiner Mutter die leidenschaftliche Geigespielerin ist sehr musikalisch erzogen. Er hat auch sichtlich Spaß am musizieren. Sein Vater sieht dies allerdings nicht so gern, ist Hanno (Raban Bieling) doch dafür bestimmt Kaufmann zu werden und die Firma Buddenbrook zu übernehmen. Deshalb zwingt ihn Thomas irgendwann dazu das Kaufmanns-Geschäft kennenzulernen – ohne die Unterstützung von Gerda. Thomas wird außerdem zum Konsul von Lübeck gewählt. Trotz dieses Sieges ist Thomas bald immer schwächer.  Es nimmt ihn mit, dass er einige schlechte Geschäfte machen musste und es mit der Firma langsam Berg ab geht. Außerdem verschlechtert sich das Verhältnis zwischen Christian und Thomas immer mehr. Unterdessen ist auch die Mutter (Iris Berben) von Thomas, Christian und Tony gestorben. Thomas geht es im Folgenden immer schlechter. Er geht wegen Zahnschmerzen zum Arzt auf dem Rückweg wird er aber ohnmächtig und stirb in Folge dessen auch. Nicht lange danach erkrankt Hanno an Typhus und stirbt auch. Gerda geht, nun da sie nichts mehr in Lübeck hält, wieder zurück in die Niederlande. Übrig bleiben Christian, der ja eh quasi nicht mehr zur Familie gehört, und Tony. Da Tony nicht allein im großen Buddenbrooks-Haus wohnen kann wird es leer geräumt und zum Verkauf angeboten. Es findet sich auch schnell ein Interessent: Der alte Buddenbrooks-Gegenspieler Hagenström (Fedja van Huêt).

Das war jetzt viel Beschreibung. Aber in den 151 Minuten passiert eben auch viel. Die Geschichte wird ohne viel Schnickschnack schön an einem Strang erzählt. Es wird aber trotzdem nie langweilig, weil immer wieder etwas dramatisches passiert. Ein Streit, eine gescheiterte Ehe, Gefühle denen der Zeit wegen nicht entsprochen werden kann… Der Film passt nicht wirklich in eine Genre-Schublade. Wenn Familien-Epos ein Genre wäre, wäre der Film da wohl eh ziemlich alleine drin. Aber eben deshalb ist das mal was anderes. Ich glaube auch nicht dass es in diesem Film viele interessante ähnliche Filme geben könnte. Das ist wie mit den ganzen Serien. Da gehts auch oft um Familien irgendwie, aber wirklich interessant ist das auch nicht!

Naja, auf jeden Fall sollte man sich den Film anschauen wenn man daran interessiert ist wie sich die Menschen damals gefühlt haben wenn sie durch ihre Geburt in irgendwelche vorbestimmten Bahnen gezwängt wurden und wie sie damit umgegangen sind. Tony versucht es erst mit der Liebe, versucht dann aber doch den ihr vorbestimmten Weg zu gehen. Thomas füllt seine Position mit Bravour aus und scheint auch nicht viel Mühe damit zu haben. Christian wählt einen anderen Weg und wird damit auch mehr oder weniger glücklich. Gerda findet eine Zwischenlösung…

Übrigens hab ich das Buch von Thomas Mann nicht gelesen. Ich kann also auch nicht sagen wie gut die Vorlage umgesetzt oder eingehalten wurde. Aber da der Inhalt des Buchs so bekannt ist habe ich diesmal darauf verzichtet den Schluß oder sonstige elementare Dinge nicht vorweg zu nehmen!

Prestige – Die Meister der Magie

[xrr rating=7/10]

Vor einer Weile schon habe ich “Prestige – Die Meister der Magie” gesehen.

Es geht um zwei konkurrierende Magier. Robert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale). Sie lernen sich über den Erfinder Cutter (Michael Caine) kennen. Der baut zu dem Zeitpunkt für einen recht erfolgreichen Zauberer verschiedene Apparate. Er stellt beide als Helfer in der Show an. Zuerst kommen sie ganz gut miteinander aus. Aber als Alfred bei einem gefährlichen Wasserkasten Trick, bei dem die Frau von Robert gefesselt in einen geschlossenen Wasserkasten geworfen wird, einen anderen Knoten bindet als vereinbart stirbt Roberts Frau. Seit dem sind sie sich feindlich gesinnt. Sie starten eigene Shows und versuchen fieberhaft sich gegenseitig zu übertrumpfen. Sie opfern beide alles für die Zauberei…

Joa, ganz nett so. Für mich war den ganzen Film über irgendwie Hugh Jackman der Gute. Auch wenns gegen Ende wohl eher anders sein soll. ich finde Christian Bale kommt nicht ganz echt rüber. Den finde ich nicht glaubwürdig. Vielleicht liegts auch an der Synchronstimme. Michael Caine fand ich, wie fast immer, genial. Bei dem ist die Synchronstimme übrigens sehr gut getroffen! Lustig fand ich dass zwei Physiker in die Story mit reinverwurstet werden die es wirklich gab und die noch dazu ziemlich wichtige Sachen entdeckt haben. Zum Beispiel wird Nikola Tesla gespielt von David Bowie. Den hat man kaum erkannt. :)

Also Prestige ist ein netter Film. Allerdings schwächelt Christian Bale, was aber von Hugh Jackman wieder wett gemacht wird. Die Story ist spannend aber am Ende… naja sie hinkt eigentlich nicht aber sie passt auch nicht so ganz, weil man den ganzen Film über Sympathie für Robert Angier aufbaut und die soll dann am Ende so heimlich still und leise wieder umschlagen. Aber Alfred Borden kann man auch nicht mögen weil der eigentlich noch viel schlimmere Sachen angestellt hat. Daher mag man am Ende irgendwie garkeinen mehr und wird etwas verloren aus dem Film gelassen.

Fazit: Suboptimales Ende, Rest gut! :)

Das Parfum

[xrr rating=8/10]

Das Parfum

Endlich der Bericht zu “Das Parfum” (ich wills dauernd mit Ü schreiben :| )!

Es beginnt sehr eklig. Nämlich auf einem Fischmarkt in Paris. Den furchtbaren Geruch der dort geherrscht haben muss wo Jean-Baptiste Grenouille geboren wurde kann man sich somit selbst zusammenreimen. Im weiteren verlauf des Films wird Grenouille eigentlich nur unterdrückt. Bis er bei einem “Freigang” in die Stadt einen wunderbaren Duft riecht. nämlich den eines jungen hübschen Mädchens. Bei dem Versuch der Quelle des Dufts auf den Grund zu gehen bringt er sie – die Quelle, also das Mädchen – ausversehen um. Ab da weiß er, dass er den tollsten Duft zusammen brauen muss den die Welt je gerochen hat. Deswegen geht er bei dem alten Parfumeur Baldini in die Lehre und braut für ihn massenhaft Parfums. Dadurch blüht dessen Laden endlich wieder auf. Irgendwann kann Baldini aber Jean-Baptiste nichts mehr beibringen. Um mehr zu lernen macht er sich auf nach Grasse. Das war damals Die Stadt des Parfums. Dort lernt er alle möglichen Düfte festzuhalten und zu konservieren. Heimlich fängt er hier an zu morden und sammelt die Düfte von 12 jungen Frauen. Der dreizehnte Duft muss ein ganz besonderer sein. Grenouille hat sich für diesen Duft eine besonders hübsche junge Dame auserwählt. Allerdings erahnt deren Vater was mit seiner Tochter passieren soll. Er flieht mit seiner Tochter in eine abgelegene Gegend. Allerdings kann Grenouille ihnen wegen seiner ausgesprochen guten Nase folgen und kommt somit auch an die letzte Note die für sein Super-Parfum notwendig ist. Er schafft es gerade noch das Parfum zusammenzumischen bevor er verhaftet wird. Verurteilt zu einigen Schlägen mit einer Eisenstange und Kreuzigung wird er dem Volk vorgeführt. Als er zum Hinrichtungstermin erscheint packt er seine Waffe aus. Sein Parfum. Plötzlich liegen ihm alle zu Füßen. Sie denken er sei ein Engel. Selbst der Vater seines letzten Opfers schafft es nicht gegen ihn durchzugreifen. Durch sein Parfum ist er in der Lage allen anwesenden Liebe zu schenken. Sogar der Bischof ist ganz ungehalten.
Nach diesem Vorfall ist Grenouille selbst ziemlich deprimiert. Er hat es zwar geschafft ein geniales Parfum zu erschaffen, allerdings bringt es ihm erst nichts, weil er nicht in der Lage ist zu lieben oder geliebt werden zu können. Deshalb geht er zurück zum Ort seiner Geburt, geführt von seiner Nase, und überschüttet sich mit den Resten seines Parfums und lässt sich regelrecht vernaschen.

Ich fand den Film ziemlich genial. Eigentlich hätte ich das Buch dazu in der Schule lesen sollen. Allerdings habe ich das damals nicht gemacht (ich hab fast nie Bücher in der Schule gelesen), sondern immer nur Handlungsbrocken in den Deutschstunden mitbekommen. Trotzdem blickt man sehr gut durch bei dem Film. Er ist sehr spannend erzählt weil ab und an hier und da mal etwa Action und Spannung untergebracht wird. Abzug gibts, weil einige Längen drin sind in denen Grenouille schnuppernd durch die Gegend läuft. Am Anfang ist das noch ziemlich interessant gelöst, aber mit der Zeit hat man das Gefühl gingen den Machern die Ideen aus wie man das im Kino am besten umsetzen kann. Und man kann Gerüche auf Bildern einfach nicht so gut festhalten wie sie wirklich sind. Deswegen hätte man manche Szenen etwas kürzen können. Insgesamt war es ein seeehr gelungener Film!

Ice Age 2 – Jetzt taut’s

[xrr rating=8/10]

Huuuiiii, schonwieder so ein guter Film! :)
Ich bin ja mit extrem hohen Erwartungen in den Film gegangen. Gehofft habe ich dass der Film an den ersten Teil heran kommt. Aber ich hab befürchtet dass er das nicht schafft. Jedoch… siehe da: Seehr gut gemacht Blue Sky! Er ist irgendwie kürzer als Ice Age. Bzw. er hat nicht so ein klares Ziel wie der erste Film. Deswegen kommt er auch nciht ganz an DEN Ice Age heran. Aber wirklich nur um Haaresbreite!
Für die absoluten Brüller ist immernoch Scrat das Säbelzahneichhörnchen zuständig. Es ist wie gehabt ständig eher erfolglos auf der Suche nach seinen geliebten Eicheln! Sid ist auch immernoch genial. Ottos Stimme verleiht seinen Kommentaren noch eine zusätzliche Pointe! Im zweiten Teil neu sind zwei kleine Opossum. Die sind auch recht lustig. Vorallem in Verbindung mit ihrer schwergewichtigen Schwester! :)
Der Film ist auf jeden Fall Plichtprogramm 2006! Wenn man den dieses Jahr nicht gesehen hat, kann man eigentlich gleich heim gehen! :P
Ich werd ihn mir höchstwahrscheinlich noch mindestens ein zweites Mal anschauen. Allein deshalb, weil das Publikum gestern teilweise so laut gekreischt und gelacht hat, das man nix mehr verstanden hat! :)