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Beiträge getaggt mit Kritik
Kommissar Bellamy
16. Jul
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Website • IMDb • Trailer
Regie: Claude Chabrol
Ich glaube ich habe den hochgelobten Gérard Depardieu noch nie in einem ernsthaften Film gesehen, wobei er ja durch solche berühmt wurde! Bisher hab ich ihn nur in dem doofen Film “Ruby und Quentin” und in den realverfilmungen von Asterix erlebt. Diesmal also ein “Kriminalfilm” wie der Vorführer zu Beginn der Vorführung so schön sagte.
Kommissar Bellamy (Gérard Depardieu) und seine Frau Francoise (Marie Bunel) machen Urlaub in Francoises Elternhaus am Mittelmeer. Seit Tagen schleicht ein Unbekannter (Jacques Gamblin) durch den Garten. Irgendwann traut er sich zu klingeln und verlangt Kommissar Bellamy zu sprechen. Weil er nie ganz von seinem Job lassen kann und ihn der Kerl interessiert nimmt er sich der Sache an. Der Fremde erzählt er habe etwas schreckliches gemacht bzw. eigentlich auch nicht. Er berichtet verwirrende Dinge und Halbwahrheiten. Kommissar Bellamy fasziniert das nur noch mehr…
Ein erfrischender französischer Film. Man merkt dass es sich um einen französischen Film handelt. An manchen Stellen ist der eigentlich normale Film plötzlich total absurd, dass man weiß “aha, damit wollte der Regisseur etwas ausdrücken”, aber man weiß nicht was es sein soll. Den Film unterscheidet von einem normalen Krimi, dass man Bellamy quasi den ganzen Film über bei allem was er treibt begleitet. Sei es privat oder bei seinen Nachforschungen. So kommt man auch hinter seine eignen Sorgen und Problemchen die er zum Beispiel mit seinem jüngeren Bruder (Clovis Cornillac) hat. Der hat mich sowohl vom Aussehen her, als auch von seiner Spielweise her an Leonardo di Caprio erinnert. Der hat auch schon ähnliche Typen gespielt, zum Beispiel als Howard Hughes in Aviator. Gérard Depardieu spielt so wie man es vom ihm erwartet – gut. Ganz toll fand ich, wie auch schon bei C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben Jacques Gamblin. Der kann so wudnerbar selbsironisch-melancholische Typen spielen. Toll!
Der Vorleser
09. Mrz
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Kate Winslet schonwieder. Wegen ihr hab ich den Film nicht unbedingt sehen wollen. Wegen David Kross auch nicht grade. Eher wegen dem Thema allgemein und Ralph Fiennes, Bruno Ganz.
1958. Der 15-jährige Michael (David Kross) beginnt eine Affäre mit der deutlich älteren Fremden Hanna Schmitz (Kate Winslet). Er besucht sie täglich nach der Schule und vernachlässigt seine Freunde. Er unternimmt mit Hanna sogar eine Fahrradtour. Doch irgendwann verschwindet Hanna. Michael ist erst verzweifelt gibt aber irgendwann dennoch die Suche auf. Michael beginnt unterdessen ein Jurastudium. In einem kleinen Jura-Seminar unternimmt Michael regelmäßige Reisen zu einem Prozess gegen KZ-Aufseherinnen. Dort findet er Hanna wieder als eine der Angeklagten. Er ist hin- und hergerissen zwischen Mitleid und Gerechtigkeitssinn…
Die Kate spielt die grobschlächtige, etwas beschränkte, Hanna Schmitz die aber trotzdem ein Herz hat ziemlich gut. Ich war sogar echt überrascht, dass ich sie als ganz normale Schauspielerin wahrgenommen habe. Ich hab ihr alles abgenommen was sie so getrieben hat. Als sie da bei der Fahrradtour in der Kirche sitzt und dem Kinderchor lauscht und weint fand ich ihren Blick sogar richtig genial. Aber irgendwie finde ich so im Vergleich zu Heath Ledger, der ja den Hauptdarsteller-Oscar dieses Jahr für seinen Joker bekommen hat, war sie doch lang nicht so überragend. Der hat das mit dem Gesabbelt halt echt toll hinbekommen. Kate Winslet hat zwar eine solide Leistung abgelegt aber herausragend fand ich sie nicht. Aber mir fällt auch nicht so wirklich jemand weibliches ein der im letzten Jahr besser war. Angelina Jolie in “Der Fremde Sohn” vielleicht. Ich finde die Argumentation “sie hat sich getraut hässlich auszusehen” schwachsinnig. Mit bissl Makeup und Computertechnik kann man sehr viel machen heut zu Tage. Das ist keine große Leistung. Schon garnicht von den Schauspielern!
David Kross find ich immernoch nicht toll. In “Knallhart” von Detlev Buck fand ich ihn immernoch am besten. Er wirkt immer so unbeteiligt. Er kann aber schön grinsen. So zufrieden und rundum glücklich. Wie Obelix wenn er 15 Wildschweine verdrückt hat!
Ja… ansonsten fand ich Alexandra Maria Lara irgendwie nervig in dem Film. Die schaut als sich erinnerndes Opfer wie eine beleidigte Taube. Hm. Von der war ich eigentlich auch mal begeistert.
Der Film insgesamt ist aber wirklich gut. Vor allem Ralph Fiennes als älterer Michael find ich toll. Er bringt so eine bannende Ruhe rein. Leider kann man aber im Film viele Handlungen irgendwie nicht nachvollziehen. Hanna könnte sich sehr einfach 16 Jahre Gefängnis ersparen, traut sich aber nicht. Und Michael könnte ihr helfen, traut sich aber ebenfalls nicht. Vermutlich weil dann seine intime Bindung in jungen Jahren zu ihr raus kommen würde. Tja und so kommt die eine ins Gefängnis und der andere führt ein komisches/unglückliches Leben.
96 Hours
07. Mrz
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Althergebrachte Action, ohne Firlefanz einfach graderaus, gut aber nicht wirklich toll. Diese Erwartung hatte ich vor dem Film. Ich dachte nicht das er dann doch so spannend sei!
Die Geschichte ist schnell erzählt. Bryan Mills (Liam Neeson) ist ehemaliger “Verhinderer” im Auftrag der USA der seinen Job aufgegeben hat um seiner Tochter Kim (Maggie Grace) näher zu sein nachdem schon seine Ehe zu Bruch ging. Eines Tages möchte seine Tochter nach Paris reisen. Da sie noch nicht volljährig ist braucht sie die Einwilligung des Vaters. Er hat Bedenken unterschreibt aber die Einverständniserklärung dann doch widerwillig. Kim wird in Paris kurz nach ihrer Ankunft von Menschenhändlern zusammen mit ihrer Freundin (Katie Cassidy) verschleppt. Zu den Zeitpunkt telefoniert sie gerade mit ihrem Vater. Er fliegt daraufhin sofort nach Paris um seine Tochter zu suchen, zu befreien und ihre Entführer zu bestrafen. Statistiken zufolge hat er nur 96 Stunden Zeit um seine Tochter zu finden..
Der ganze Film dreht sich fast ausschließlich um Liam Neeson. Er weiß genau was er will: Seine Tochter. Dieses Ziel hat er im Kopf und sonst nichts. Er geht über jegliche Leichen wenn es sein muss und verfolgt sein Ziel verbissen und mit aller macht die er hat. Wenn er dann mal irgendwelche Schuldige gefunden hat fackelt er nicht lange. Er bringt sie um. Mit etwas Glück kitzelt er davor noch eine Information aus ihnen heraus. Bei diesen ganzen Morden fühlt man sich als Zuschauer erstaunlich wohl. Vor allem nachdem man gesehen hat was mit den Entführten Mädchen passiert. Sie werden unter Drogen gesetzt und in Containern als Sexobjekte vermietet. Eklig. Abstoßend. Darum fühlt man sich richtig wohl dabei wenn Liam Neeson die Peiniger Reihenweise erledigt sogar als er einen er Entführer seiner Tochter foltert stört das nicht weiter. Da erwacht in jedem ein kleiner Racheengel.
Der Film ist schön kompromisslos. Michael Bay (Transformers) macht das in seinen Filmen bezüglich der Action auch so. Einfach voll auf die Kacke hauen. Wenn da wummernde beeindruckende Hubschrauber vor einer Explosion sind dann zeigt man die auch voll. Mehrere Sekunden lang. So ists in diesem Film mit der Story. Da wird nicht lang überlegt. Wenn wer im Weg oder schuldig ist wird er umgebracht. Problem gelöst. Das find ich super. Im Film. Über kleinere weniger realistische Szenen schaut man daher auch wohlwollend hinweg.
Also wer bewährte Actionfilme ohne Specialeffects mag sollte sich “96 Hours” anschauen!
Übrigens hab ich mich nach dem Film gefragt ob es sowas wirklich gibt. In Paris? Macht da wer was dagegen? Mal sehen was man da herausfinden kann…
1 Mord für 2
18. Feb
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Zwei Männer lieben die selbe Frau. Der junge Milo Tindle (Jude Law) besucht den reichen Schriftstellen Andrew Wyke (Michael Caine) in seiner Villa um ihn davon zu überzeugen sich von seiner Frau Maggie scheiden zu lassen damit Milo und Maggie heiraten können. Nach einigem Geplänkel schlägt Wyke Milo jedoch einen Deal vor. Er soll einbrechen und wertvollen Schmuck stehlen um Maggie zu bekommen. Milo bekommt den wertvollen Schmuck und Wyke die Versicherungssumme. Doch Wyke spielt mit Milo ein sadistisches Spiel. Doch Milo weiß sich überraschenderweise sehr wohl zu wehren.
Der beste Teil des Film ist meiner Ansicht nach der Anfang. Milo kommt in Andrews Anwesen, die beiden machen sich miteinander bekannt und small talken etwas. Dasist so unglaublich witzig.
A: Sind Sie mit dem Zug gekommen?
M: Nein, mit dem Wagen.
A: Mit dem kleinen da?
M: Der große ist nicht meiner .
A: Stimmt, das ist meiner. Er ist schön nicht?
Das wird so trocken vorgetragen. Genial! Des weiteren ist die Selbstgefälligkeit mit der Michael Caine den Andrew Wyke spielt einfach toll. Er meint er sei der tollste und Milo sei ein kleiner Dummkopf. Er möchte ihn an der Nase herumführen. Anfangs klappt das auch noch gut. Anfangs ist auch noch klar wann die beiden ihr seltsames Spiel spielen und wann nicht. Jedoch langsam aber sicher vermischt sich das zusehends. Am Ende weiß man nicht mehr was Spiel und was echt ist.
Unglaublich ist die Leistung der beiden Schauspieler. Sie sind die einzigen die in dem ganzen Film mitspielen. Sie sind quasi immer zu sehen. Die ganzen 84 Minuten lang. Alles spielt sich auf Wykes Anwesen ab. Jude Law kann bei dem Film mal richtig zeigen was er drauf hat. Michael Caine hat im selben Film schonmal 1972 mitgespielt. Nur als die andere Person. Daher war der Film für ihn sicher nochmal interessanter. Trotz dass “1 Mord für 2″ immer im selben haus spielt und nur zwei Schauspieler drin vorkommen ist er interessant. Er lebt einerseits von den Schauspielerischen Leistungen zum Großteil. Andererseits aber auch von dem absurden Witz den die sich ständig ändernden Charaktere an den Tag legen.
The International
16. Feb
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Interessiert hat mich an diesem Film hauptsächlich dass er von Tom Tykwer ist. Seit “Lola rennt” finde ich den genial. “Der Krieger und die Kaiserin” unterstützt diesen Eindruck. Und “Das Parfum” war zwar nicht ganz so toll, aber auch ziemlich gut. Wenn der Film nicht von Tom Tykwer gewesen wäre hätte ich “The International” vermutlich nur für einen typischen Hollywood Actionfilm gehalten.
War er dann aber auch. Gut es spielt Clive Owen mit. Den fand ich in “Shoot ‘Em Up” zwar toll. Aber vermutlich hätte ich jeden toll gefunden der da von der Karotte abbeisst. In der ersten Sequenz von The International sieht man eine Portraitaufnahme von Clive Owen. Und das relativ lange. Ich hab jeden Moment drauf gewartet dass er von seiner gelben Rübe abbeisst.
Hatter aber leider nicht gemacht.
Zur Handlung sei gesagt dass es eben um eine böse Bank namens IBBC – quasi eine BadBank (höhö) – geht, die Agent Salinger (Clive Owen) und Agent Whitman (Naomi Watts) von Interpol wehement bekämpfen. leider sind sie damit die einzigen die sich wirklich langfristig trauen etwas zu unternehmen. Die Bank unter der Führung von Jonas Skarssen (Ulrich Thomsen) ist nämlich einerseits allseits gefürchtet, andererseits dient sie sowohl den “bösen” und den “guten” für allerlei dunkle Geschäfte.
Richtig gefreut hat mich ja der Ulrich Thomsen alias Jonas Skarsson. Denn der hat bei “Lulu und Jimi” den tollen Harry Hass gespielt. Hier war er auch wieder gut, aber hatte ja leider nicht so den Raum sein Können unter Beweis zu stellen. Clive Owen und Naomi Watts sind guter Durchschnitt so wie immer. Armin Müller-Stahl überzeugt in der Verhör-Szene mit einem durchdringenden Blick. Insgesamt fehlt dem Film halt irgendwie der Pfiff. Man hätte irgendeine unerwartete Wendung einbauen können. Z.B. Skarsson ist ein verdeckter Agent vom Mossad und versucht eigentlich selbst schon seit Jahren die IBBC zu Fall zu bringen oder hat sich alternativ von der Macht des Chef-Postens einlullen lassen… irgendwie so. Aber so steuert das ganze halt ziemlich direkt auf ein eindeutiges Ende zu. Ab und zu kommt zwar mal ein Kronzeuge ums Leben aber man findet schon schnell Ersatz. Die ellenlange Schiesserei im Guggenheim-Museum in New York empfand ich zudem nach einiger Zeit eher langweilig. So bissl Geballer ist ja nett. Aber über Minuten macht das höchstens im Computerspiel Spaß!
Zusammenfassend lässt sich sagen dass “The International” einen durchaus unterhält aber man nimmt aus dem Film jetzt nichts mit. Man ist danach nicht schlauer, man fühlt sich nicht besser, es wird keine Kreativität in einem geweckt. Einfach nur Unterhaltung für die Zeit seiner Dauer.
Plattentests.de
05. Jan
Zum Jahresanfang hat meine Lieblingsmusikkritik-Website ein neues Design verpasst bekommen. Das alte sah auch wirklich eingestaubt aus. Jetzt seiht alles schön frisch Web 2.0 – mäsisch und hübsch aus!
Plattentests.de veröffentlicht Kritiken zu so ziemlich allem was an Musik erscheint und von mir gehört wird. Also alles außer Klassik, Jazz, Techno, … alles was in Richtung Alternative geht ist sowieso dabei und auch so ziemlich jeder Pop-Kram!
Das Tolle an Plattentests.de ist allerdings die Qualität der Kritiken. Die sind nämlich immer so genial geschrieben, dass ich jedes Mal denke was für Genies sitzen da denn in der Redaktion bzw. wieviele Stunden sitzen die da an einer Kritik. Die sind meist so gewitzt und unterhaltsam geschrieben dass man da auch gut seine Zeit verbringen kann wenn einem grade mal langweilig sein sollte!






